HCV-Frauen landen echten Coup

Torjägerin Christa Blaschke leitete mit ihrem Treffer zum 1:1 die Wende ein.
Torjägerin Christa Blaschke leitete mit ihrem Treffer zum 1:1 die Wende ein.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Das zuvor sieglose Team von Trainer Manuel Freynik bezwingt den Tabellenführer aus Krefeld mit 2:1 und schnuppert wieder am Klassenerhalt

Velbert.. HCV Velbert Frauen -
Crefelder HTC 2:1

HCV: Hänel, Amft; Schmahl, Kruft, v.d. Berg, Küpper, Schneider, Schulte, Arnold, Blaschke, Pawlak, Röhricht.

Tore: 0:1 K. Pelzner (KE 4.), 1:1 C. Blaschke (10.), 2:1 R. v.d. Berg (11.)

Ein Start nach Maß. Nach fünf sieglosen Spielen in der 1. Regionalliga ist der Knoten bei den Frauen des HC Velbert endlichgeplatzt. Im ersten Spiel des neuen Jahres schlug das Team von Manuel Freynik ausgerechnet Tabellenführer Crefelder HTC mit 2:1.

„Endlich mal wieder zu gewinnen, das ist wie Balsam für die Seele“, atmete Velberts Trainer Manuel Freynik nach dem 2:1 gegen den Crefelder HTC erleichtert durch. Durch den Überraschungserfolg sind die Rot-Weißen wieder nah dran am rettenden Ufer und können den Klassenerhalt weiterhin aus eigener Kraft schaffen.

Frühen Gegentreffer gut verkraftet

Dabei waren es die Gäste aus Krefeld, die den besseren Start erwischten: Kim Pelzner verwandelte gleich die erste Strafecke des Spiels zum 1:0 für den HTC. Wie schon im Hinspiel wurde das Duell zusehends von Taktik geprägt. Der HCV spielte diesmal allerdings mutiger, als noch beim Saisonauftakt. Christa Blaschke belohnte den Velberter Mut und schoss die erste und einzige Ecke des HCV zum Ausgleich ins Tor (10.). Kurz darauf blockte Verteidigerin Rieke van den Berg einen Querpass über die Torlinie (11.). Binnen zwei Minuten war die Partie gedreht.

Krefeld biss sich in Folge die Zähne an der gut stehenden Velberter Abwehr aus. Wenn doch Gefahr drohte, wurden die Chancen von der starken Jule Hänel im Tor vereitelt. Doch auch auf der anderen Seite wurde es hektisch. Die beste HCV-Möglichkeit vergab die starke Vanessa Arnold am langen Pfosten. Sie traf nur das Außennetz.

Die Schlussminuten der ersten Halbzeit verliefen turbulent: Krefeld bemühte sich das Tempo hochzuhalten, der HCV haderte immer wieder mit einigen Schiedsrichterentscheidungen. Aus diesem Vorteil konnten die Gäste jedoch kein Kapital schlagen, so dass es mit dem 2:1 in die Pause ging.

Velberter Bollwerk hält dicht

In der zweiten Halbzeit ein ähnliches Bild: Krefeld suchte verzweifelt die Lösung, den Velberter Abwehrverbund zu knacken. Doch die Abstände in der HCV-Defensive stimmten, so dass auch häufige Positionswechsel nicht den gewünschten Erfolg für das Team von Robin Rösch brachten. Velbert konterte in eigener Halle und verpasste es, frühzeitig den Sack zu zumachen. Lisa Schulte und Denise Schneider hatten den entscheidenden Treffer auf dem Schläger.

45 Sekunden vor dem Ende wurde es noch einmal brenzlig: Der CHTC bekam noch eine Ecke zugesprochen. Die erste Variante von rechts konnte vom HCV nur regelwidrig gestoppt werden – Wiederholungsecke. Die Zeit war schon abgelaufen. Der CHTC probierte es erneut von rechts, doch Leonie Pawlak konnte den Schuss für ihre bereits geschlagene Torhüterin abblocken.

Der Jubel beim HCV war groß, angesichts des ersten Sieges der Saison. Da man nun auf einen Punkt an den Bonner THV heranrücken konnte, ist der Abstiegskampf wieder spannend.

„Wir haben heute unheimlich viel investiert und sind mit einer positiven Einstellung in das Spiel gegangen. Trotz der Ausfälle von drei wichtigen Spielerinnen, haben wir früh die Sicherheit gefunden, die wir uns zuletzt im Training erarbeitet haben. Mit der Rückkehr von Lisa Schulte und Joana Röhricht gab es noch mal einen zusätzlichen Motivationsschub“, bilanzierte Coach Manuel Freynik.