HCV bietet Fans einen Sieg zum Ausstand

Das Team der Rot-Weißen
Das Team der Rot-Weißen
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Auch wenn der Aufstieg schon feststeht, lassen die Velberter Damen nicht locker.Im letzten Heimspiel der Saison schlagen die Rot-Weißen die ETG Wuppertal mit 2:1

Velbert.. HC Velbert -
ETG Wuppertal 2:1 (2:1)

HCV-Damen: Dambor; Schollmeyer, Greve, Engels, Dörrenhaus, Schneider, Doll, Kruft, Röhricht, I. Seiffert, Schulte, Jülicher, Ehls, Arnold, Lönnecke, Hattingen.
Tore: 1:0 N. Lönnecke (13.), 2:0 N. Lönnecke (20.), 2:1 (26.).

Es war das vorerst letzte Oberliga-Spiel an der Poststraße. Aus Sicht der HCV-Damen hoffentlich für eine lange Zeit. Der bereits feststehende Aufsteiger verabschiedete sich von den eigenen Fans allerdings mit einem knappen 2:1-Erfolg und wir im September als Regionalligist wiederkommen. Der Coach wünscht sich einen letzten Sieg zum Abschied.

Es war jedoch nur ein vom Ergebnis her knapper 2:1-Erfolg gegen die ETG Wuppertal. Dabei muss der designierte Regionalligist sich selber vorwerfen, das Ergebnis bis zum Schluss spannend gehalten zu haben. Allein sechs Strafecken wurden leichtfertig vergeben, „gefühlte 80 Prozent Ballbesitz“ (Trainer Manuel Freynik) reichten nicht, um gegen einen sehr tief stehenden Gegner mehr Kapital zu schlagen.

Wuppertal beschränkte sich auf das Zerstören des Velberter Spiels. Immer wieder wurden die Bälle einfach nur hinten raus geschlagen. „Wenn der Gegner mehr Baseball als Hockey spielen will, kann es schon kein gutes Spiel werden. Das nimmt sämtliche Spielfreude“, merkte HCV-Coach Freynik an.

„Wenn der Gegner dann noch mit neun Leuten im eigenen Kreis verteidigt und man keinen Raum für den Torschuss hat, ist man im Hockey auf die Ecken angewiesen“, erklärt der Coach. Und bei den Ecken erwischte der HCV einen schwarzen Tag. „Ich kann der Mannschaft die Bemühungen nicht absprechen, ein Tor erzielen zu wollen, uns fehlt aber derzeit die spielerische Klasse, um so ein Abwehrbollwerk zu knacken“, wollte Manuel Freynik seinen Damen allerdings keinen Vorwurf machen.

Zusammenprall beim Aufwärmen

Bezeichnend war, dass eine Spielerin zur Matchwinnerin avancierte, die unter den Vorraussetzungen vor dem Spiel keiner auf dem Zettel hatte. Beim Aufwärmen gab es einen schweren Zusammenprall zwischen Joana Röhricht und Nina Lönnecke. Der Einsatz der Letztgenannten stand bis kurz nach Spielbeginn auf der Kippe.

Doch die 17-Jährige biss auf die Zähne und stellte mit einem schnellen Doppelpack die Weichen auf Sieg. Wuppertal kam im ganzen Spiel zu drei Torchancen, eine davon nutzten sie nach einer gut gespielten Eckenvariante zum Anschlusstreffer. Es blieb ein Spiel auf ein Tor, bei dem der Aufsteiger es versäumte frühzeitig den Sack zuzumachen.

Am kommenden Sonntag steigt für die Damen das letzte Saisonspiel bei ETUF Essen (15 Uhr, Freiherr-vom-Stein-Str.). ETUF steckt tief im Abstiegkampf und wird mit Sicherheit alle verfügbaren Kräfte mobilisieren.

„Wir wollen auch beim ETUF gewinnen, um die Meisterschaft zu feiern und die Saison ohne Niederlage zu beenden“, hat der scheidende Trainer noch einen Wunsch.

Gefeiert wird beim HC Velbert aber so oder so. Ab 18 Uhr lädt die Mannschaft zur offiziellen Aufstiegsfeier ins Clubhaus an der Poststraße ein.

Die Stimmung würde selbsredend steigen, wenn die HCV-Damen nach zuletzt fünf Siegen in Serie zum Abschluss noch das halbe Dutzend vollmachen würden