HC Velbert bejubelt den Aufstieg

Hände und Schläger hoch zum Jubel: Die Hockey-Damen des HC Velbert feiern die Meisterschaft in der Oberliga und damit den Aufstieg in die Regionalliga.
Hände und Schläger hoch zum Jubel: Die Hockey-Damen des HC Velbert feiern die Meisterschaft in der Oberliga und damit den Aufstieg in die Regionalliga.
Foto: HCV
Was wir bereits wissen
Damen machen die direkte Rückkehr in die Regionalliga frühzeitig klar — der perfekte Ausstand für den scheidenden Trainer Manuel Freynik.

Oelde.. TV Jahn Oelde -
HC Velbert 1:2 (1:0)

HCV-Damen: Dambor; Schollmeyer, Küpper, Kruft, Dörrenhaus, Greve, Doll, Schneider, Röhricht, Pawlak, Schulte, Jülicher, Ehls, Arnold, Lönnecke, Hattingen.
Tore: 1:0 Oelde (17.), 1:1 Schneider (KE 61.), 1:2 Pawlak (KE 70.)- KE: Oelde 4 (0), HCV 6 (2)

Die Hockey-Damen des HC Velbert sind wieder drittklassig. Durch einen knappen 2:1 Erfolg beim Tabellenschlusslicht TV Jahn Oelde konnte der Aufstieg zwei Spieltage vor Saisonende eingefahren werden. Anschließend kündigte Trainer Manuel Freynik gemeinsam mit seinem Co Maurice Krampe an, dass sie ihr Amt zum Ende der Saison niederlegen werden.

In der anstehenden Regionalligasaison werden die HCV-Damen also mit einem neuen Trainer antreten. Nach knapp dreieinhalb zumeist erfolgreichen Jahren legen Manuel Freynik und sein Co-Trainer Maurice Krampe das Amt nieder. Zweimal gelang dem Trainerteam mit den Damen auf dem Feld der Aufstieg in die Regionalliga. In der Halle wurde durchweg die zweite Liga gehalten.

Nur der bittere Abstieg auf dem Feld im Jahr 2014 trübt die Bilanz. „Wir haben den Eindruck, dass die Mannschaft wieder einen neuen Input benötigt. Unsere Aufgabe, die Mannschaft in die Regionalliga zu führen, dort zu etablieren und den altersbedingten Umbruch durchzuführen haben wir erfüllt. Es ist uns nicht leicht gefallen, aber letztendlich haben wir uns zum Wohle der Mannschaft entschieden. Wir hören mit einem guten Gefühl auf, der Mannschaft tut Veränderung gut und sie ist auch bereit dafür“, merkt der scheidende Trainer an.

Wie schon in den Vorwochen konnten die Damen in Rot und Weiß nicht ihre beste Leistung abrufen. Eigentlich hätte der HCV selbstbewusst ins Spiel starten müssen. Noch unter der Woche gab es einen 6:4-Testerfolg gegen die eigene männliche Jugend B. „Doch das erlangte Selbstvertrauen zeigte sich gerade in der ersten Hälfte als Selbstgefälligkeit“, so Freynik. Zur Strafe ging der krasse Außenseiter ging mit 1:0 in Führung. Erst nach einer Auszeit gute zehn Minuten vor Ende der ersten Hälfte verstanden die Rot-Weißen, dass sie gerade dabei sind einen Matchball zu verspielen. Noch war der Aufstieg nicht perfekt. In der Pause fand HCV-Trainer Manuel Freynik scheinbar die richtigen Worte. Velbert agierte in Hälfte zwei wie ausgewechselt.

Doch um etwas Zählbares zu erzielen, musste sich der HCV lange gedulden. Nina Lönnecke vergab eine Großchance frei vorm Tor. Auch Henrike Ehls scheiterte.

Doch kurz bevor das Nervenflattern begann, konnte Denise Schneider mit einem Eckenschlenzer für ihre Farben ausgleichen - endlich 1:1. Der Ausgleich beflügelte den HCV. Der Druck konnte hochgehalten werden. Sekunden vor Schluss ertönte dann plötzlich ein Pfiff. Schiedsrichter Schnütgen entschied auf Ecke für den HCV – hart aber nicht unberechtigt. Velbert hatte nur noch diese eine Chance, um einer Blamage zu entkommen und fällte die richtige Entscheidung. Leonie Pawlak verwertete die Variante im Rutschen zum erlösenden Führungstreffer.

Bemerkenswert: Beim letzten Aufstieg vor zwei Jahren war es ebenfalls Pawlak, die mit ihrem Tor den HCV in die Regionalliga schoss. Die Schiedsrichter pfiffen das Spiel nach dem Tor gar nicht mehr an. Der HCV steigt somit wieder in die drittklassige Regionalliga auf. „ Man merkte der Mannschaft zusehends die Nervosität an, dennoch sind wir cool genug geblieben und haben den Kopf nicht ganz verloren. Am Ende war das eine Willensleistung“, bilanzierte HCV-Trainer Manuel Freynik nach der obligatorischen Bierdusche.

Maurice Krampe wird sich nun mehr auf seine Arbeit in den männlichen Jugendmannschaften konzentrieren und weiterhin bei den 1. Herren das Tor hüten.

Manuel Freynik wird zum 1.August „das Hobby zum Beruf machen“ und eine Halbtagsstelle in einem anderen Verein antreten.


Die Nachfolge ist noch nicht ganz geklärt. „Wir sind in sehr fortgeschrittenen Gesprächen“, versichert der stellvertretende Vorsitzende Stephan Ganssen.