Gestutzte Adler gewinnen in Essen

Aus dem Rückraum sorgte die HSG für jede Menge Gefahr.
Aus dem Rückraum sorgte die HSG für jede Menge Gefahr.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Trotz eines personellen Engpasses holt die HSG Velbert-Heiligenhaus beim ETB Schwarz-Weiß einen 31:29-Sieg.

Essen.. ETB SW Essen -
HSG Velbert/H’haus 29:31 (14:15)

HSG: Musacchio,Brunecker, Völker, - Görgen (5), Mühlenhaupt (5/3), Wichelhaus (2), Herden (11), Püttmann (4), Rau, Franke (4), Leonhardt.

Obwohl der ETB Schwarz-Weiß in dieser Spielzeit in der unteren Tabellenhälfte festsitzt, wusste HSG-Trainer Olaf Schulz, dass seine Mannschaft keine leichte Aufgabe erwarten würde. Erst in der Vorwoche hatten die Essener aufhorchen lassen. Ein einziger Zähler trennte das Team von einer faustdicken Überraschung gegen den Spitzenreiter aus Dümpten. Und auch gegen die Niederberger reichte es nur zu einem Achtungserfolg. Am Ende setzte sich die individuelle Klasse des Tabellenzweiten beim 31:29-Auswärtssieg durch.

Dabei hatten Schulz nicht nur die Auftritte des Gegners Sorgenfalten auf die Stirn getrieben. Auch die Personallage machte ihm zu schaffen. Neben dem langzeitverletzten Philip Hellmond mussten auch Felix Merten, Alexander Markowicz, Michael Schmitz und Steffen Schulz passen. So reiste die HSG mit gerade einmal acht Feldspielern in die Nachbarstadt. „Da mussten wir ordentlich improvisieren“, erklärte Coach Schulz, der kurzerhand Oliver Franke auf die für ihn ungewohnte Position des Kreisläufers berief. „Er hat seine Sache aber ordentlich gemacht“, so Schulz. Und er war bei weitem nicht der einzige, der eine starke Vorstellung ablieferte. Zum überragenden Mann des Spiels avancierte Dennis Herden. Immer wieder stieg er im Rückraum hoch und ließ dem Essener Keeper zumeist keine Chance. Am Ende der Partie standen satte elf Tore auf seinem Punktekonto. „Er war nicht zu stoppen, aber der Sieg war das Ergebnis einer geschlossenen Mannschaftsleistung“, erklärte der HSG-Übungsleiter.

Trotz dieser engagierten Leistung aller Adler-Träger mussten die Gäste bis in die Schlussphase um die zwei Punkte bangen. Wenige Augenblicke vor Schluss hatte der ETB auf 29:30 verkürzt und stellte die Defensive auf eine offene Manndeckung um, um mit einem schnellen Ballgewinn noch zum Ausgleich zu kommen. Doch die Rechnung ging nicht auf. Stattdessen lief sich der Velberter Sascha Wichelhaus geschickt frei, bekam den Ball durchgesteckt und verwandelte mit einem Heber zum 31:29-Endstand.