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Finaleinzug auf eigene Faust

10.02.2012 | 19:14 Uhr
Finaleinzug auf eigene Faust
Foto: Uwe Möller WAZ FotoPool

Velbert.   Bundesligist Velberter BC kann den Gruppensieg am heutigen Samstag im Heimkampf gegen den BC Straubing perfekt machen.

Die Chance wollen die Velberter Bundesliga-Boxer nicht durch die Handschuhe schlüpfen lassen. In heimischer Halle können sie auf eigene Faust den Einzug ins Finale um die deutsche Mannschafts-Meisterschaft klar machen: Am letzten Kampftag der Vorrunden-Gruppe 2 erwartet die VBC-Staffel am Samstag um 20 Uhr in der Halle Birth den BC Straubing.

Ein Remis würde bereits reichen, um den ersten Tabellenplatz zu halten und damit den Gruppensieg perfekt zu machen. Damit würden die Velberter in das DM-Finale der beiden Gruppenbesten einziehen. Dieses Finale mit Hin- und Rückkampf wird bereits am nächsten und am übernächsten Wochenende entschieden. Die Velberter müssten zunächst am 18. Februar auswärts bestehen und hätten dann im Rückkampf am 25. Februar Heimrecht. Ebenfalls eine günstige Konstellation.

Doch so gut die Aussichten sind: Einlullen lassen werden sich die Velberter davon nicht, dazu haben sie in der laufenden Saison schon genug Erfahrungen gesammelt. Sie wissen, dass es gar nicht so leicht wird, den Kampf gegen die Gäste aus Straubing erfolgreich zu bestehen. Die bayrischen Boxer haben in dieser Saison bereits mit einem 14:10-Sieg über Motor Babelsberg ihre Stärke bewiesen. Eben jene Babelsberger wiederum fügten dem VBC vor einer Woche eine Niederlage zu. Die Konkurrenz setzt dem Titelverteidiger also kräftig zu.

Auch im Hinkampf im November in Straubing ging es ganz eng zu. Mit 12:11 setzten sich die Velberter nur hauchdünn durch — wobei sie sich bei allem Respekt vor der sportlichen Leistung des Straubinger Teams nicht immer fair behandelt fühlten — ganz im Gegensatz etwa zu den Duellen mit Babelsberg, in denen es weder mit dem Kampfgericht, noch mit dem Gegner Probleme gab. „Wir wollen zeigen, dass wir uns bei dem knappen Ergebnis in Straubing unterbewertet gefühlt haben und eine sportliche Antwort geben“, sagt der Velberter Ring- und Pressesprecher Hubert Wildschütz.

Die Straubinger ihrerseits geben sich vorsichtig optimistisch: „Wir machen uns keinen Stress. Natürlich wollen wir gewinnen. Aber es ist auch unser erstes Jahr in der 1. Bundesliga. In einigen Gewichtsklassen müssen wir uns vielleicht noch etwas verbessern. Aber die Jungs haben sich bis jetzt hervorragend geschlagen und gegen vermeintliche Favoriten gewonnen. Auch in Velbert ist ein Sieg schwierig, aber nicht unmöglich“, sagt der BC-Vorsitzende Hans Buchmeier.

Nur nicht rechnen

Bei einem Sieg in Velbert stünden die Straubinger in der Tabelle gleichauf mit dem VBC bei 4:4 Zählern. Dann entscheiden die „kleinen Punkte“. Auch hier ist der VBC im Vorteil, bei einer klaren Niederlage könnte es ihn aber doch noch erwischen. Jedoch wird das Team des bewährten Trainertandems Hennie van Bemmel/ Mike Hanke alles daran setzen, mit einem Sieg alles Rechnen überflüssig zu machen.

Fleißig gerechnet werden könnte derweil in der anderen Vorrunden-Gruppe. Hier steht noch der finale Kampf zwischen Hertha BSC und dem Nordhäuser SV auf dem Plan. Gewinnen die Berliner, was bei ihrem Heimrecht nicht groß überraschen würde, hätten alle drei Teams der Gruppe 1 — Hertha, Seelze und der Nordhäuser SV – zum Abschluss 4:4 Punkte. Hier besitzt aber der Nordhäuser SV die große Chance, auf eigene Faust klar zu machen. Mit einem Remis bei der Hertha hätte er den Gruppensieg auf jeden Fall sicher.

Ulrich Tröster

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