FG Velbert/Krefeld verpatzt den Auftakt

Die FG TSZ Velbert/TC Seidenstadt Krefeld sackt zunächst auf Platz vier ab
Die FG TSZ Velbert/TC Seidenstadt Krefeld sackt zunächst auf Platz vier ab
Foto: STEPHAN GLAGLA PHOTO.DESIGN / WA
Opus verkommt zur seichten Melodie - das Lateinteam der FG TSZ Velbert/TC Seidenstadt Krefeld tanzt zum Bundesligastart mit ihrer Choreographie den Erwartungen hinterher.

Bremen.. „Opus“ ist am Wochenende zu einer seichten Melodie verkommen. Mit einer herben Enttäuschung sind die Latein-Tänzer der FG TSZ Velbert/TC Seidenstadt Krefeld in die neue Saison gestartet. Beim Auftaktturnier der Latein-Bundesliga beim Grün-Gold Club in Bremen haben sie einen Tabellenplatz verloren.

TSZ-Trainerin Astrid Kallrath mochte nicht sauer auf ihr Team sein: „Jeder macht Fehler, vielleicht wollten wir zu viel.“ Dabei hatte sie vor dem Turnier in Bremen ein gutes Gefühl gehabt. Der Blick sollte sich nach dem guten dritten Rang auf der Deutschen Meisterschaft in der Tabelle eher nach oben zum Tabellenzweiten FG Aachen/Düsseldorf als nach unten richten.

Die Vorrunde war auch ganz nach dem Geschmack des Trainer-Trios Astrid Kallrath, Steffen Runge und Alexander Hoeve. „Wenn wir so noch mal getanzt hätten…“, sagte Kallrath. Doch ein Finale, das mit zwei Patzern in der hohen und in der Bodenpirouette nicht gut lief, kostete dann gute Noten.

„Ich bin mir sicher, wenn wir zumindest die Schwierigkeiten gestanden hätten, hätte es besser für uns ausgesehen.“ Aber: „Auf dem hohen Niveau, auf dem wir tanzen, wird man für solch offensichtliche Fehler eben schneller bestraft“, sagt Kallrath, „ich finde es trotzdem schade, wenn von den fünf Wertungsgebieten, das eine mit den Schwierigkeiten, so viel zählt. Denn ansonsten war unser Finalauftritt mit unserer Choreographie Opus gut.“

Doch die sieben Bremer Wertungsrichter sahen dies nicht ganz so. Sie setzten die Formationsgemeinschaft Velbert/Krefeld mit 4434432 auf den vierten Rang hinter Bremen A, Aachen/Düsseldorf und GGC Bremen B.

Im Norden gab es allerdings bei allen Clubs aus dem Westen lange Gesichter. Nicht nur die Velberter verschlechterten sich im Vergleich zur Vorsaison um einen Platz, auch für Bochum (6.) und Neuss (8.) ging es abwärts.

Die FG Aachen/Düsseldorf konnte als Zweiter ebenfalls nicht am Status von Bremen kratzen. Einziger Trost für alle: Die Wertungsrichter untereinander schienen sich nicht besonders einig gewesen zu sein, denn bis auf Weltmeister GGC Bremen, der alle Einsen erhielt, waren alle Wertungen sehr gemischt. Das dürfte allen acht Formationen Hoffnungen für die kommenden vier Auftritte machen.

Im nächsten Turnier, das am 24. Januar in der RWE-Halle in Mülheim stattfindet, wollen die Velberter als Ausrichter ihrem „Heimvorteil“ nutzen. So, wie die Bremer Mannschaften es am Samstag vorgemacht haben.

Die Wertungen aus Bremen
1. GGC Bremen A 1111111
2. Aachen/Düsseldorf 3222223
3. GGC Bremen B 2353344
4. Velbert/Krefeld 4434432
5. TC Ludwigsburg 5545555
6. RC Bochum 7666767
7. TSG Backnang 6887678
8. Quirinus Neuss 8778886