Feuer unterm Dach bei der Velberter Stadtmeisterschaft

Stadtmeisterschaft live: Hier ist Andre Adomat von der SC-Bank aufgesprungen, die Clubberer stehen kurz vor dem Finalsieg, die Anhänger strahlen.
Stadtmeisterschaft live: Hier ist Andre Adomat von der SC-Bank aufgesprungen, die Clubberer stehen kurz vor dem Finalsieg, die Anhänger strahlen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Am Samstag wird mit dem Spiel zwischen der SSVg Velbert und Blau-Weiß Langenberg die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft eröffnet. Es ist die 36. Auflage des Traditionsturniers.

Velbert..  Erst leuchtende Kerzen zur Weihnachtszeit, dann Leuchtraketen zu Silvester — und in den Tagen dazwischen ist auch reichlich Feuer unterm Dach, zumindest bei den Velberter Fußballern, die traditionell „zwischen den Jahren“ die Hallen-Stadtmeisterschaft ausspielen — oder besser gesagt, das Stadt-Turnier feiern. Kaum sind die drei weihnachtlichen Festtage vorbei, geht es mit dem viertägigen Fußballfest weiter. An diesem Wochenende wird bereits die 36. Aufgabe des Traditionsturniers eröffnet. Gespielt wird wie gewohnt in der Halle an der Langenberger Straße, allgemein als „Zitronenbunker“ sowie als zuverlässiger Garant für stimmungsvolle Turniertage und gut besetzte Zuschauerränge bekannt.

Am Samstag um 17 Uhr rollt nach dem Anpfiff des Eröffnungsspiels zwischen der SSVg Velbert und Blau-weiß Langenberg der Ball. Die Ausrichtung übernimmt in Zusammenarbeit mit dem Velberter StadtSportbund Stella Azzurra Velbert.

Die Vorrunde am Wochenende

An diesem Wochenende wird dann die gesamte Vorrunde abgearbeitet, am Samstag spielt die Gruppe A, am Sonntag ab 15 Uhr die Gruppe B. Am Montag geht es in der Zwischenrunde ab 17 Uhr um den Einzug ins Halbfinale. Und einen Tag vor Silvester, am Dienstag, 30 Dezember, steigt der große Finaltag. Der Sieger des Endspiels kann es dann gegen 21 Uhr krachen lassen. In den letzten beiden Jahren hieß der Champion SC Velbert – der Landesligist triumphierte dabei gleich zweimal dank der Endspielerfolge über die SSVg Velbert.

Klar wollen die Clubberrer nun den Titelhattrick, genauso klar würde Fußball-Oberligist SSVg einen weiteren zweiten Platz nicht mehr so lustig finden.

Die Finalteilnahme war zwar zuletzt bereits als Erfolg zu werten, denn die SSVg hatte es mit einer gemischten Mannschaft aus Regionalliga, Bezirksliga- und Jugendspielern versucht.

Allzu viele Akteure der ersten Mannschaft waren nicht aufgelaufen. Diesmal hingegen soll ausschließlich der Oberliga-Kader aufs Parkett gehen. Der Einsatz etlicher Stammspieler, wie die Torhüter Philipp Sprenger und Marcel Grote, oder wie Erhan Zent, Kevin Hagemann, Maik Bleckmann, Massimo Mondello oder Niklas Andersen ist vorgesehen. Der eine oder andere soll erst in der Zwischenrunde hinzu stoßen. Denn die SSVg hat sich durchaus vorgenommen, bei diesem Turnier gut abzuschneiden. Zudem will sie damit Eigenwerbung betreiben: „Wir wollen unterstreichen, dass wir dieses Turnier ernst nehmen und Flagge zeigen“, sagt der 1. Vorsitzende Oliver Kuhn.

Lediglich einer wird sich nicht zeigen können: Trainer André Pawlak, der im Ski-Urlaub ist. Für ihn übernimmt Routinier Dimitrios Pappas die Betreuung des Teams. „Das passt, Dimi macht eh gerade seinen Trainerschein“, so Pawalk, der ebenfalls betont, dass der ranghöchste Club bei diesem Turnier auch weit nach oben möchte. Zugleich weiß er, dass es in der Halle nicht leicht wird. Denn auch Mannschaften, die eine oder zwei Ligen tiefer spielen, könnten mit einem halben Dutzend Parkett-Spezialisten den Titel holen.

In der Vorrunde dürfte sich die SSVg allerdings kaum überraschen lassen. Vier der fünf Teams in der Gruppe A erreichen die Zwischenrunde. Die SSVg spielt dabei gleich gegen zwei B-Ligisten, den Langenberger SV und Gastgeber Stella Azzurra, und zu Beginn gegen den C-Ligisten Blau-Weiß Langenberg. Hinzu kommt ein Team, das sicherlich zum Favoritenkreis zählt: Der Bezirksligist TVD Velbert, dessen letzter Triumph bei der Stadtmeisterschaft nicht allzu lang zurück liegt. Im Dezember 2011 ließen die Bäumer den Bunker beben.