Feuer neu entfacht
09.02.2012 | 17:24 Uhr 2012-02-09T17:24:00+0100
Velbert/Dorsten. Trainerin Astrid Kallrath hat selbst die EM-Qualifikation noch nicht aufgegeben
Das Feuer beim TSZ Velbert ist neu entfacht. Nachdem die Bundesliga-Saison nun wieder offener erscheint, hat die niederbergische Latein-Formation hohe Erwartungen an das kommende Turnier in Dorsten (Einlass 17 Uhr, Petrinum-Sporthalle).
Velberts Trainerin Astrid Kallrath ist Höhen und Tiefen gewöhnt. In dieser Saison liegt für sie aber alles besonders eng beieinander. Nach dem ersten Turnier war die Enttäuschung über den deutlichen dritten Rang riesig. Nach dem zweiten Turnier ist die Saison nun wieder spannend geworden. Die Wertungen mit Einsen, Zweien und Dreien hatten sich bei den Top-Teams gemischt. Was passiert nun beim dritten Aufschlag? „Unser Ziel mit der EM-Qualifikation haben wir nie aus den Augen verloren“, sagt Kallrath. Dafür müsste ihr Team aber die Dreien in der Wertung ausmerzen und die Konkurrenz müsste ordentlich patzen.
Der GGC Bremen, die FG Aachen/Düsseldorf und das TSZ Velbert liefern sich momentan einen Dreikampf an der Spitze, wobei Velbert die beiden anderen wohl eher ärgern, als von den ersten beiden Rängen verdrängen kann. Doch Überraschungen sind jederzeit möglich.
Am Samstag treten die acht Bundesliga-Formationen in Dorsten an (Kurt-Schumacher-Straße 25,). Zum ersten Mal in dieser Saison findet der Auftritt in einer kleineren Halle und keineswegs in einer Arena statt. „Da siehst du alles“, weiß Trainerin Astrid Kallrath und hofft dementsprechend auch, dass Gutes und Schlechtes von den Wertungsrichtern durch diese Nähe genauer bewertet werden kann. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass auch die Niederberger einwandfreie Durchgänge ihrer Choreographie „Lionel Richie“ zeigen.
Doch so, wie zuletzt getanzt wurde, kann sich das TSZ durchaus sehen lassen. „Schon nach dem ersten Turnier in Bremen habe ich mir gesagt, dass ich mir das Konzept nicht kaputt machen lasse“, gibt sich Kallrath kämpferisch. Angezweifelt wurde das Konzept bisher zwar nicht, doch war die Konkurrenz bisher eben stärker. Momentan sei die Stimmung beim TSZ laut der Trainerin großartig. Kallrath: „In Bremerhaven hatte ich schon einen dieser seltenen Momente, in dem ich das Gefühl hatte, dass sechs Minuten lang wirklich alles passt. Das steigert natürlich die Euphorie vor dem nächsten Turnier.“
Gemeinsam mit ihren Trainerkollegen Markus Sonyi, Wladislaw Lalafarjan und Steffen Runge hat sie das Team vorbereitet, welches am Samstag allerdings wieder eine personelle Veränderung verkraften muss. Nach dem kurzfristigen Einspringen von B-Team-Tänzern Isabelle Falk kehrt nun Sandy Nitschke zurück ins Team. Sie wird wieder mit Nick Diekmann tanzen. Für Sannah Stüttem indes ist die Saison verletzungsbedingt komplett gelaufen. Ihren Platz an der Seite von Kai Wehmeier hat bereits Nicole Rosendahl eingenommen.
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