Feier bis zum Morgengrauen nach Velberts Aufstieg in die Regionalliga
11.06.2012 | 18:49 Uhr 2012-06-11T18:49:00+0200
Velbert. Im Hintergrund laufen die Planungen für die kommende Saison bereits auf Hochtouren. Ein Großteil des Kaders der SSVg Velbert bleibt soll nach dem Aufstieg in die Regionalliga zusammenbleiben. Die Feier nach dem Sieg in Lippstadt dauerte bis zum Morgengrauen.
So zwei, drei Bierduschen bekam Oliver Kuhn auch ab. Das bleibt an so einem Tag nicht aus. Aber nachdem die SSVg Velbert am Sonntag den Aufstieg in die Regionalliga nach zwei Siegen gegen den SV Lippstadt perfekt gemacht hatte, da musste auch beim Vorsitzenden das Haar nicht mehr liegen und das Hemd frisch duften. Und es ist ja auch schon ein paar Jährchen her, dass die Fußballer der SSVg so viel Grund zum Feiern hatten.
Mit dem 2:1 im Hinspiel der Regionalliga-Relegation hatte sich die Mannschaft von Trainer Lars Leese zwar eine gute Ausgangsposition verschafft, „aber erst nachdem das zweite Tor in Lippstadt für uns fiel, war ich beruhigt“, sagt Oliver Kuhn. Vier Tore hatte er den Gastgebern dann doch nicht mehr zugetraut. Aus der Beruhigung wurden Freude und Jubel. Und so ging dann erst in Lippstadt auf dem Rasen, später dann im Velberter Vereinsheim so richtig die Post ab. Bis um drei Uhr sollen die Feierlichkeiten gedauert haben. „Und ich glaube, die Spieler sind nachher sogar noch weitergezogen“, erzählt Kuhn.
Zu dem Zeitpunkt hatte dieser allerdings schon seinen Kopf aufs Kissen gebettet. Denn während auf die Spieler ein kurzer, aber wohlverdienter Urlaub wartet, geht die Arbeit hinter den Kulissen natürlich weiter. Nach dem Motto: Nach dem Aufstieg ist vor der Saison. Das Niveau in der Regionalliga ist nun mal ein anderes, vor allem wenn man sieht, wer die Konkurrenten sind. In der kommenden Saison warten auf die Velberter namhafte Klubs wie Rot-Weiß Essen, Wuppertaler SV oder Fortuna Köln. Diese verfügen nicht nur über reichlich Erfahrung, sondern bewegen sich vor allem finanziell in anderen Sphären.
Da muss die Führungsriege der SSVg Velbert ein glückliches Händchen bei der Kaderzusammenstellung beweisen, um ihre Mannschaft konkurrenzfähig zu machen. „Es ist ja kein Geheimnis, dass wir mit unserem Etat keine allzu großen Sprünge machen können. Im Gegensatz zu so manch anderem Regionalligisten müssen die Spieler bei uns neben dem Fußball auch noch einer anderen Arbeit nachgehen“, sagt Kuhn.
„Dafür können wir ihnen andere Möglichkeiten bieten. Zum Beispiel Ausbildungen oder Umschulungen.“ Selbstverständlich hoffen die Velberter auch darauf, dass sich an der Sponsorenfront noch etwas tut. Denn: „Auf manchen Positionen müssen wir natürlich den Anforderungen entsprechend Veränderungen vornehmen. Dennoch wird der Großteil des Kaders zusammenbleiben.“
Ein erfolgreiches Team soll man ja bekanntlich auch nicht trennen. Vor allem dann nicht, wenn es so gut zusammengewachsen ist, wie das der SSVg. Die Gründe für diese letztlich so erfolgreiche Saison sind vielfältig, sagt Oliver Kuhn. „Unsere Trainer Lars Leese und sein Co-Trainer Manni Behrendt haben einen Superjob gemacht. Das war nicht ganz selbstverständlich, nachdem sie die Mannschaft erst im Oktober übernommen hatten und viele Leistungsträger zunächst verletzt waren. Zum Ende hin hat sich das Team noch einmal enorm gesteigert.“
Und dann ist da ja auch noch Kapitän Markus Kaya. Der Routinier spielte eine wichtige Rolle in dieser Erfolgsgeschichte der Velberter. Das betont auch Oliver Kuhn, der dem Mittelfeld-Strategen ein Sonderlob aussprach. Ob der Vorsitzende sich zwischen Bierdusche und Vereinsheim-Party auch mal unter eine richtige Dusche stellen konnte, ist übrigens nicht überliefert.
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