Die Frauenteams verdienen Respekt

Das sind die Unterschiede: Das deutsche Frauen-Team hat bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Kanada nacheinander im Viertelfinale, im Halbfinale und im Finale kein einziges Feldtor erzielt; in 330 Minuten reichte es lediglich zu einem einzigen Handelfmeter-Treffer. Die USA hingegen schafften bereits in den ersten 16 Minuten des Endspiels vier Tore.

Da kann sich die Bundestrainerin ruhig über Schiedsrichter-Leistungen, Pech oder überzogene Kritik aufregen — was ihre Mannschaft auf den Platz gebracht hat, genügte den höchsten Ansprüchen in den entscheidenden Spielen weniger bis gar nicht. Andere Teams spielten den besseren Fußball.

Aber so dramatisch ist das auch nicht: Denn wenn man nicht der Beste ist, muss man ja keineswegs schlecht sein. Das Niveau vieler Spiele bei der WM war beachtlich, und daran haben die Deutschen ihren Anteil – wie überhaupt an der Leistungs-Entwicklung der letzten Jahre. Das ist auch das Stichwort für die niederbergischen Frauenteams, etwa bei der SSVg, Union oder Heiligenhaus: Auch sie haben sich entwickelt, gar einige Aufstiege gefeiert – und freuen sich, wenn Zuschauer die Spiele besuchen. Das haben sie verdient.