Commanders Velbert narren die Nasenbären

Die Commanders spielten sich beim Torfestival gegen Rostock in der  2.Bundesliga Nord in den Vordergrund.
Die Commanders spielten sich beim Torfestival gegen Rostock in der 2.Bundesliga Nord in den Vordergrund.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Am zweiten Spieltag der 2. Bundesliga Nord können die Commanders aus Velbert den ersten Erfolg einfahren und mit 13:11 über die Gäste aus Rostock triumphieren.

Velbert..  Die Commanders Velbert standen am zweiten Spieltag der 2. Bundesliga Nord nach der knappen Niederlage gegen den Tabellenführer Mendener Mambas bereits etwas unter Druck und hatte sich gegen die Rostocker Nasenbären einiges vorgenommen. Eine zweite Niederlage zum Saisonauftakt würde die Playoffhoffnungen bei nur zwölf Hauptrundenspielen gehörig schmälern. Übungsleiter Markus Winzen durfte am Ende über einen 13:11-Erfolg jubeln, weil seine Mannschaft die offensichtlichen Schwächen in der Defensive mit großem Torhunger kaschierte.

Scheibenschießen im ersten Drittel

Vor allem im ersten Drittel überschlugen sich die Ereignisse. Nach gerade einmal 14 absolvierten Minuten sind die Commanders durch Lukas Langer, David Utz, erneut Langer und Jan Franzen bereits viermal in Front gegangen, doch die Gäste aus dem hohen Norden konnten den Rückstand immer wieder postwendend egalisieren. Erst gegen Ende des ersten Spielabschnitts setzten sich die Commanders ab und konnten durch Dominic Doden, Utz und Max Keusen auf 7:4 stellen.

Nach diesem abwechslungsreichen ersten Drittel durften sich die Kontrahenten kurz sammeln, bevor es im Mittelabschnitt etwas weniger torreich zuging. Die Commanders schienen die Pause besser genutzt zu haben und waren zunächst vor allem in der Defensive konzentrierter. So wunderte es trotz gelegentlicher Rostocker Vorstöße nicht, dass Langer den Vorsprung der Commanders mit seinen Treffern drei und vier auf 9:4 schraubte.

Die Entscheidung in einem nervenaufreibenden Spiel war dies jedoch noch lange nicht. Rostocks Goalie hatte anschließend Probleme mit der Ausrüstung, was eine längere Pause mit sich brachte. Die Gäste fanden aus dieser ungewollten Verschnaufpause besser zurück in die Partie und verkürzten innerhalb von sechs Minuten auf 9:8. Noch vor dem Schlussdrittel, nämlich 20 Sekunden vor dem Ende des zweiten Abschnitts, beruhigte Thomas Müller mit seinem 10:8 die Gemüter wieder etwas und entriss den Rostockern das Momentum.

Commanders mit längerem Atem

Im Schlussdrittel machten die Gastgebern dann recht früh alles klar, als Doden das 11:8 markierte. Rostock hatte in der Aufholjagd des zweiten Drittels zu viel Kraft gelassen. Die Nasenbären gaben sich zwar nie auf und verkürzten noch auf 11:9, die Commanders hatten aber die größeren Reserven und schlugen sofort zurück. Langer markierte im Powerplay das 12:9 und als Rostock es nach dem 12:11 zum x-ten Mal spannend zu machen schien, hatte, wie schon im zweiten Drittel, Müller die richtige Antwort parat und setzte auf Vorlage von Keusen den endgültigen Schlusspunkt.