Commanders halten Hurricanez stand

Die Velberter Commanders holten im Schluss-Drittel einen Drei-Tore-Rückstand auf. Das bringt ihnen den ersten Auswärtspunkt der jungen Saison.
Die Velberter Commanders holten im Schluss-Drittel einen Drei-Tore-Rückstand auf. Das bringt ihnen den ersten Auswärtspunkt der jungen Saison.
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Was wir bereits wissen
Velberter Skaterhockeyteam holt mit starker Aufholjagd ein 8:8 in Hannover. Den verpassten Punkt im Penaltyschießen kann der 2. Bundesligist verkraften

Hannover..  Spiel verloren, aber einen wichtigen Punkt gewonnen. Die Skaterhockey-Cracks der Velberter Commanders waren nach der knappen Niederlage bei den Hannover Hurricanez jedenfalls nicht unzufrieden. Denn beim 8:8 in Niedersachsen mussten sie sich erst nach Penaltyschießen geschlagen geben — was bedeutet: Einen Punkt durften sie mitnehmen. Und einen Auswärtszähler können sie in der 2. Bundesliga bestens gebrauchen.

Zumal nicht zwingend damit zu rechnen war, dass im ersten Auswärtsspiel der Saison etwas Zählbares heraus springt. Zwar konnte erstmals Alexander Brinkmann die Niederberger unterstützen, allerdings mussten er zusammen mit Thomas Müller stressige Reisestrapazen ertragen. Der Wagen streikte auf dem Weg nach Hannover, so dass Trainer Markus Winzen die beiden kurz vor der niedersächsischen Metropole auf der Autobahn einsammeln musste.

Debütanten treffen gleich ins Tor

Immerhin: Thomas Müller war dennoch gleich voll da und bediente Dominik Doden, der die frühe Führung der Commanders erzielte. Der quirlige Ex-Nationalspieler Florian Surkemper hatte auf der Gegenseite aber in Überzahl postwendend die passende Antwort parat. Dominik Scharfenort gelang zwar gleich wieder das nächste Führungstor für die Velberter, das ihnen jedoch keine Sicherheit verlieh.

Nachdem sie sich in den ersten zehn Minuten noch ungewohnt defensivstark gezeigt hatten, ließen sie sich nun gleich drei Gegentreffer binnen 60 Sekunden einschenken. Zwar verkürzte Müller auf 3:4, doch die Hurricanez ließen sich nicht aufhalten. Mit dem 5:3 beendeten sie den ersten Durchgang, nach Wiederanpfiff stürmten sie fröhlich weiter, während die Velberter es mit sich geschehen ließen. Es klingelte drei weitere Male im Kasten der Commanders, ohne dass sie aus ihrer Schläfrigkeit erwachten.

Brinkmann, der in der 24. Minute bei seinem Debüt gleich sein erstes Tor erzielte, und Dominic Doden trafen zwar zwischendurch auch ins Tor, aber das war bislang zu wenig — nach zwei Dritteln lagen die Velberter mit 5:8 zurück.

Doch so pomadig sie mitunter in den ersten beiden Dritteln gewirkt hatten, so entschlossen und engagiert gingen sie in den Schlussdurchgang. So leicht wollten sie diese Partie dann doch nicht abgeben. Konsequent setzten sie nun die Gastgeber unter Druck.

Dabei kam ihnen entgegen, dass die Hannoveraner allmählich mit den Kräften am Ende waren. Ihr Forechecking war zwar lange sehr wirkungsvoll, ging aber an die Substanz. Ab der 30. Minute wehte der Hurrikan schwächer.

Und das nutzten die Commanders aus: Alexander Brinkmanns zweiter Treffer reduzierte den Rückstand auf zwei Tore und puschte das Team weiter nach vorne. Doch der Sturmlauf blieb lange unbelohnt, da die Velberter die guten Chancen, die sie sich nun erspielten, nicht nutzten. Als alles danach aussah, dass die Hurricanez den Sieg über die Ziellinie bringen, gelang Lukas Langer zwei Minuten vor Schluss nach Vorlage von Dominic Doden mit einer Energieleistung der 7:8 Anschlusstreffer und 60 Sekunden vor dem Ende schaffte Doden mit dem umjubelten 8:8 doch noch den Ausgleich.

Danach war das Penaltyschießen um den Zusatzpunkt fällig. Hier hatten allerdings die Niedersachsen mit ihren ausgebufften Schützen die Nase vorn.