BSV Velbert startet stark ins neue Jahr

Philipp Leu schaffte beim 2:6 der Velberter gegen den Spitzenreiter Ravensburger BC einen Sieg für das BSV-Ensemble.
Philipp Leu schaffte beim 2:6 der Velberter gegen den Spitzenreiter Ravensburger BC einen Sieg für das BSV-Ensemble.
Foto: WAZ FotoPool
Velberter Queue-Virtuosen schlagen in der Dreiband-Bundesliga den BSV München mit 6:2 und verpassen gegen Spitzenreiter Ravensburg nur knapp eine Überraschung.

Velbert.. Einen gelungenen Rückrundenauftakt in der Dreiband-Bundesliga feierten die Billard-Asse des BSV Velbert. Beim Doppelspieltag im heimischen Clubhaus am Buschberg erkämpften sich die Velberter zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Gegen den unmittelbaren Konkurrenten München gewannen sie mit 6:2. Und fast hätte es im zweiten Spiel noch eine unverhoffte Zugabe gegeben, denn gegen Spitzenreiter Ravensburg verlor das BSV-Ensemble nur recht knapp. Aber damit konnte es leben.

Holland-Duo gibt Debüt

Denn das Wichtigste des Spieltages, so stellte Pressewart Stefan Schneider heraus, war: „Es mussten mindestens zwei Punkte her, um den Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz zu verkürzen oder zumindest nicht weiter ins Hintertreffen zu geraten.“

Und das hat gut geklappt, zumal das BSV-Quartett von vornherein einen hoch motivierten Eindruck hinterließ — dazu trug sicher die Erinnerung an die Hinrunde bei, als es in München eine 0:8-Niederlage setzte. Um eine erneute Pleite zu verhindern, bot der BSV erstmals ein Holland-Duo auf. Denn neben Routinier Henk Habraken gab sein Landsmann Barry van Beers sein Debüt für die Velberter.

Für ihn lief es allerdings nicht nach Wunsch. Er kam an Brett zwei gegen den Münchener Herbert Szivacz nicht ins Spiel und musste sich mit 29:40 Bällen in 38 Aufnahmen geschlagen geben.

Am Spitzenbrett hingegen gab sich Henk Habraken gegen den starken Michael Puse keine Blöße, spielte sich schnell einen deutlichen Vorsprung heraus und siegte schließlich mit 40:34 Bällen in 37 Aufnahmen.

Noch besser trumpfte an diesem Spieltag Stefan Dirks auf. „An Brett vier spielte er in einer eigenen Liga. Da zeigte er eine Weltklassepartie“, schwärmte Stefan Schneider. Dirks deklassierte Kai Siepmann regelrecht mit 40:9 in nur 17 Aufnahmen und legte dabei den großartigen Schnitt von 2,353 hin. Auch am Nachbartisch lief es: Torsten Anders konnte sich, wenn auch recht knapp, gegen Andreas Horvath knapp mit 40:35 und guten 34 Aufnahmen durchsetzen und damit den Sieg der Velberter abrunden.

Ein weiterer Sieg tags darauf stand nicht zur Debatte, denn es ging gegen den Tabellenführer Ravensburger BC. Und der hohe Favorit setzte sich dann auch mit 6:2 durch. Allerdings hatten die Velberter sehr gut dagegen gehalten.

Philipp Leu schaffte sogar gleich einen Sieg, nachdem er Murat Gökmen die ganze Partie über Paroli bieten konnte und sich mit dem 40:34-Erfolg (in 37) belohnte.

Und als Henk Habraken in der Spitzenpartie dicht vor einer Sensation stand, hätten die Velberter dem Tabellenführer fast das Remis abgetrotzt. Aber eben nur fast. Habraken konnte seine Führung nicht halten und unterlag Tayfun Tasdemir mit 34:40 (in 23) — die Nummer neun der Weltrangliste hatte eine 11er-Serie ausgepackt.

Klar unterlag derweil Torsten Anders mit 23:40 gegen den Weltranglistenspieler Murat Coklu. Und Stefan Dirks konnte beim 37:40 gegen Klaus Bosel nicht an seine überragende Leistung vom Vortag anknüpfen.