Blauer Aufgalopp zur Aufholjagd

Den Aufstieg fest im Blick: SSVg Velberts Trainer Andre Pawlak will hoch hinaus
Den Aufstieg fest im Blick: SSVg Velberts Trainer Andre Pawlak will hoch hinaus
Foto: Detlev Kreimeier
Was wir bereits wissen
Die SSVg startet ohne Neuzugänge, aber voller Tatendrang, in die Rückrundenvorbereitung. Den Auftakt wird die Partie gegen Homberg machen, bevor es zum bergischen Derby nach Wuppertal geht.

Velbert.. Seit dem letzten Ligaspiel der SSVg Velbert ist mittlerweile gut ein Monat vergangen. Zeit genug also für die 22 Spieler der ersten Mannschaft, um abzuschalten und Kräfte für die anstehende Fortsetzung der Aufholjagd im Aufstiegrennen zu sammeln. Nach holprigem Start ist der Tabellenführer Wuppertaler SV nämlich nur noch drei Zähler von der zweitplatzierten SSVg entfernt. Doch nur zum Entspannen sollte die spiel- und trainingsfreie Zeit natürlich nicht genutzt werden. „Alle Spieler haben einen individuellen Fitnessplan erhalten und ich erwarte, dass jeder seine Hausaufgaben gemacht hat“, erklärte Übungsleiter André Pawlak, denn „wir wollen direkt da anknüpfen, wo wir aufgehört haben und nicht erst körperlich aufholen müssen“.

Keine Veränderungen im Kader

Um ein großes Ziel zu erreichen, rüsten diverse Vereine ja gerne mal auf und öffnen im Winter nochmals die Schatulle für Spielertransfers. In diesem Jahr wird es dieses Gebahren bei den „Blauen“ nicht geben. Aus einem ganz einfachen Grund, wie der 1. Vorsitzende Oliver Kuhn erörtert: „Unser Kader ist groß genug. 22 Spieler sollten ausreichen.“ Außerdem ist Pawlak kein allzu großer Freund von Wintertransfers: „Viele Wintertransfers zeigen ja nur, dass man im Sommer kein gutes Auge hatte. Wir haben 14 Spieler geholt, die Mannschaft ist mittlerweile eine super Einheit. Von daher unternehmen wir nur etwas, wenn uns jemand ins Netz geht, den wir nicht verpassen sollten.“ Eine wenig verwunderliche Entscheidung, wenn man sich die Ergebnisse und die Spielweise der letzten zehn Spiele vor der Winterpause anschaut (sieben Siege, drei Remis). Die Neuzugänge, von denen einige bei ihren vorherigen Vereinen keinen Stammplatz hatten, sind nun integriert, die „alten Eisen“ wie Jeffrey Tumanan und Erhan Zent sind nach dem Abstieg wieder aufgepäppelt. Für die Rückrunde hat sich Pawlak deshalb einiges vorgenommen. Zunächst wäre da die Effektivität im Spiel nach vorne, die es trotz 45 geschossener Tore zu verbessern gilt. Zu häufig wurde der Sack nicht vorzeitig zugemacht, als Strafe hagelte es ärgerliche Gegentore in der Nachspielzeit, die den Sprung auf Rang eins verhinderten. Des Weiteren fällt auf, dass die Spielvereinigung in der ersten Saisonhälfte die Spitzenspiele vergeigt hat. „Die Spiele gegen Wuppertal und Bocholt kamen zu früh. Da haben wir es nicht gut gemacht. Jetzt sind die Vorzeichen anders, da auch wir eine gefestigte Truppe haben“, fügt der Coach an.

WSV-Spiel nicht überbewerten

Das Spiel gegen den Tabellenführer ist gleich das zweite Rückrundenspiel und obwohl die Brisanz nicht zu leugnen ist, wollen weder Pawlak noch Kuhn dem Spiel zu viel Bedeutung beimessen. Kuhn: „Wir wollen den WSV über die gesamte Rückrunde angreifen und nicht nur in einem Spiel. Dort wird die Meisterschaft nämlich nicht entschieden.“ Auch Pawlak schlägt in die gleiche Kerbe: „Natürlich wären wir lieber punktgleich als sechs Punkte im Rückstand. Es wird aber unabhängig vom Ausgang ein Kopf-an-Kopf-Rennen werden. Auch Fischeln und Bocholt sollte man noch nicht abschreiben.“

Testspielknaller gegen MSV Duisburg

Die Velberter starten am 21. Januar mit dem ersten Testspiel gegen die U23 von Fortuna Düsseldorf. Am Samstag, den 24. Januar, gibt dann der Drittligist MSV Duisburg seine Visitenkarte an der Jupiterstraße ab. Folgen werden, soweit denn das Wetter mitspielt, fünf weitere Testkicks, u.a. im Stadion Bruchbaum zu Lippstadt, wo einst der Regionalligaaufstieg gefeiert wurde.