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Bei der SSVg Velbert rollt wieder der Ball

29.06.2012 | 18:09 Uhr
Velberts Trainer Lars Leese bittet zur ersten Einheit. Foto: Hartwig Sellmann/WNM

Velbert.   Neu-Regionalligist SSVg Velbert steigt am Samstag in die Saison-Vorbereitung ein.

Bei der SSVg Velbert rollt wieder der Ball. Nach gut dreiwöchiger Pause bittet Trainer Lars Leese am heutigen Samstag zum ersten Training und eröffnet damit die Vorbereitung auf die neue Saison, in der sich die Velberter nach ihrem Aufstieg in der neuen Regionalliga bewähren müssen — oder besser gesagt dürfen — denn Trainer, Spieler und Vorstand versprühen bereits große Freude auf die ebenso schwere, wie reizvolle Aufgabe.

Denn in der vierthöchsten deutschen Klasse werden sie auf etliche namhafte Gegner treffen. Zudem ist der erste Vorsitzende Oliver Kuhn zuversichtlich, dass die SSVg mit einem Kader mitmischen wird, der schlagkräftig genug ist, auch das höhere Niveau zu halten.

Aufstiegsteam bleibt zusammen

Der Kern der Aufstiegskaders bleibt zusammen, dazu wurden bisher die Ex-Profis Manuel Lenz und Benjamin Schüßler sowie A-Jugend-Bundesliga-Spieler Tim Kosmala geholt. Ein bis zwei weitere Neue könnten noch dazu kommen, darunter ein namhafter Abwehrspieler.

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So zwei, drei Bierduschen bekam Oliver Kuhn auch ab. Das bleibt an so einem Tag nicht aus. Aber nachdem die SSVg Velbert am Sonntag den Aufstieg in die Regionalliga nach zwei Siegen gegen den SV Lippstadt perfekt gemacht hatte, da musste auch beim Vorsitzenden das Haar nicht mehr liegen und das Hemd frisch duften. Und es ist ja auch schon ein paar Jährchen her, dass die Fußballer der SSVg so viel Grund zum Feiern hatten.

Mit dem 2:1 im Hinspiel der Regionalliga-Relegation hatte sich die Mannschaft von Trainer Lars Leese zwar eine gute Ausgangsposition verschafft, „aber erst nachdem das zweite Tor in Lippstadt für uns fiel, war ich beruhigt“, sagt Oliver Kuhn. Vier Tore hatte er den Gastgebern dann doch nicht mehr zugetraut. Aus der Beruhigung wurden Freude und Jubel. Und so ging dann erst in Lippstadt auf dem Rasen, später dann im Velberter Vereinsheim so richtig die Post ab. Bis um drei Uhr sollen die Feierlichkeiten gedauert haben. „Und ich glaube, die Spieler sind nachher sogar noch weitergezogen“, erzählt Kuhn.

Zu dem Zeitpunkt hatte dieser allerdings schon seinen Kopf aufs Kissen gebettet. Denn während auf die Spieler ein kurzer, aber wohlverdienter Urlaub wartet, geht die Arbeit hinter den Kulissen natürlich weiter. Nach dem Motto: Nach dem Aufstieg ist vor der Saison. Das Niveau in der Regionalliga ist nun mal ein anderes, vor allem wenn man sieht, wer die Konkurrenten sind. In der kommenden Saison warten auf die Velberter namhafte Klubs wie Rot-Weiß Essen, Wuppertaler SV oder Fortuna Köln. Diese verfügen nicht nur über reichlich Erfahrung, sondern bewegen sich vor allem finanziell in anderen Sphären.

Da muss die Führungsriege der SSVg Velbert ein glückliches Händchen bei der Kaderzusammenstellung beweisen, um ihre Mannschaft konkurrenzfähig zu machen. „Es ist ja kein Geheimnis, dass wir mit unserem Etat keine allzu großen Sprünge machen können. Im Gegensatz zu so manch anderem Regionalligisten müssen die Spieler bei uns neben dem Fußball auch noch einer anderen Arbeit nachgehen“, sagt Kuhn.

„Dafür können wir ihnen andere Möglichkeiten bieten. Zum Beispiel Ausbildungen oder Umschulungen.“ Selbstverständlich hoffen die Velberter auch darauf, dass sich an der Sponsorenfront noch etwas tut. Denn: „Auf manchen Positionen müssen wir natürlich den Anforderungen entsprechend Veränderungen vornehmen. Dennoch wird der Großteil des Kaders zusammenbleiben.“

Ein erfolgreiches Team soll man ja bekanntlich auch nicht trennen. Vor allem dann nicht, wenn es so gut zusammengewachsen ist, wie das der SSVg. Die Gründe für diese letztlich so erfolgreiche Saison sind vielfältig, sagt Oliver Kuhn. „Unsere Trainer Lars Leese und sein Co-Trainer Manni Behrendt haben einen Superjob gemacht. Das war nicht ganz selbstverständlich, nachdem sie die Mannschaft erst im Oktober übernommen hatten und viele Leistungsträger zunächst verletzt waren. Zum Ende hin hat sich das Team noch einmal enorm gesteigert.“

Und dann ist da ja auch noch Kapitän Markus Kaya. Der Routinier spielte eine wichtige Rolle in dieser Erfolgsgeschichte der Velberter. Das betont auch Oliver Kuhn, der dem Mittelfeld-Strategen ein Sonderlob aussprach. Ob der Vorsitzende sich zwischen Bierdusche und Vereinsheim-Party auch mal unter eine richtige Dusche stellen konnte, ist übrigens nicht überliefert.

 

Neu sind auch zwei Verstärkungen für das Trainerteam. Nachdem Co-Trainer Manni Behrendt ein Angebot von Preußen Münster angenommen hat, rücken Jürgen Zabinski (bisher U 19-Trainer der SSVg) und Thomas Klimmeck (zuletzt bei Regionalligist Elversberg) als Co-Trainer ins Team von Chefcoach Lars Leese. Ab 11 Uhr werden sie heute die Spieler auf der Anlage Am Berg zum ersten Mal auf Trab bringen.

Das erste Testspiel folgt dann schon ziemlich genau eine Woche später. Am Samstag, 7. Juli, tritt die SSVg Velbert um 15 Uhr beim Krefelder Oberligisten VfR Fischeln an. Am Mittwoch, 11. Juli, schließt sich dann bereits das Freundschaftsspiel in der Christopeit Sport Arena gegen den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach an.

Video
Die Fußballer des SV Lippstadt 08 haben es nicht geschafft. Der Meister der Westfalenliga 1 verlor auch das zweite Relegationsspiel um den Aufstieg in die Regionalliga mit 1:2 gegen die Sport- und Spielvereinigung Velbert 02.

Ulrich Tröster



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