Ausnahmsweise kein Titel für den SC Velbert

Wieder im Endspiel: Oguzhan Coruk (re.) erreichte mit dem SC Velbert zunächst das Finale um die Stadtmeisterschaft gegen den TVD (Szene) und spielte mit den Clubberern nun auch im Endspiel des Masters-Turniers in Wülfrath
Wieder im Endspiel: Oguzhan Coruk (re.) erreichte mit dem SC Velbert zunächst das Finale um die Stadtmeisterschaft gegen den TVD (Szene) und spielte mit den Clubberern nun auch im Endspiel des Masters-Turniers in Wülfrath
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
SC Velbert bringt es beim Niederbergischen Masters-Turnier auf Platz zwei. ASV Mettman gewinnt das abgespeckte Traditionsturnier mit Ex-Clubberer Servo Przybylski

Wülfrath..  Dreimal hintereinander hat der SC Velbert die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft gewonnen, zudem holten die Clubberer in den vergangenen beiden Jahren auch den Sieg beim Niederbergischen Hallenmasters-Turnier des FC Wülfrath. Mit dem Titelhattrick hat es in der Kalkstadt nun nicht geklappt, die Clubberer kamen zwar wieder ins Finale, mussten sich hier aber dem Bezirksligisten ASV Mettmann mit 1:3 geschlagen geben.

„Gut, es war ein enges Spiel. Mettmann führt 2:1, wir machen auf, um noch den Ausgleich zu schaffen und kriegen den Konter zum 3:1“, meinte SC-Trainer Ralf vom Dorp, der den Turniererfolg der Mettmanner auch als verdient wertete, zumal der ASV sein Team bereits in der Vorrunde mit 2:1 bezwungen hatte.

Und damit, dass seine Mannschaft mal bei einem großen Hallenturnier ohne Titel blieb, konnte er auch leben: „Wir sind ja nun auch nicht so vermessen zu glauben, dass wir jedes Finale gewinnen.“

Fliethe diesmal mit weniger Flair

Allerdings war der Ehrgeiz womöglich auch nicht ganz so groß. Die Fliethe hatte in diesem Jahr nämlich nicht das Flair des Zitronenbunkers. Bei der Velberter Hallenstadtmeisterschaft waren die Teams mit großem Enthusiasmus dabei, die Favoriten lieferten sich packende Kämpfe. Das traditionsreiche Niederberg Masters gab es diesmal hingegen in abgespeckter Version. Namhafte Vereine wie die SSVg Velbert, die SSVg Heiligenhaus, Union oder TVD Velbert kamen nicht, statt 16 Teams liefen nur neun auf.

Dabei füllten Gastgeber 1. FC Wülfrath und Titelverteidiger SC Velbert das Feld noch auf, indem sie jeweils zwei Teams aufboten. Die Clubberer verzichteten dabei auf die Top-Besetzung. Die in der Landesliga spielende „Erste“ trat mit der „jungen Garde“ an. Aus dem Kader, der jüngst die Stadtmeisterschaft gewonnen hatte, spielten lediglich Oguzhan Coruk und Emre Erciyes, etliche Asse wie Keeper Garweg, wie Burczyk, Hilger, Schulz oder Lange wurden auch mit Blick auf den bald beginnenden Trainingsstart geschont, Adomat ist zudem verletzt.

Von daher sind sie im Lager der Clubberer ganz zufrieden: Die Erstvertretung kam ins Finale, die „Zweite“ bis ins Halbfinale, wo sie das Clubinterne Duell gegen die Erste mit 1:5 verlor. Im kleinen Finale um Platz drei unterlag das Bezirksliga-Team des SC dem Gastgeber 1. FC Wülfrath mit 2:3.

Im großen Finale hatte dann ein Ex-Clubberer seinen großen Auftritt: Servo Przybylski, der viele Jahre für den SC gespielt hatte, rundete seine starke Turnierleistung mit zwei Treffern für den ASV Mettmann gegen seinen Ex-Verein ab.