Alexander Mies rast auf Platz zwei

Alexander Mies fuhr im vierten Lauf der VLN-Langstrecken-Meisterschaft auf dem Nürburgring weit nach vorne. Fast hätte es gar zu Platz eins gereicht.
Alexander Mies fuhr im vierten Lauf der VLN-Langstrecken-Meisterschaft auf dem Nürburgring weit nach vorne. Fast hätte es gar zu Platz eins gereicht.
Foto: Martin Brock
Was wir bereits wissen
Tolle Aufholjagd des Heiligenhausers Alex Mies auf dem Nürburgring beim 4. Lauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft.

Nürburgring.  „Ohne die kleinen Probleme wären wir vielleicht sogar Erster geworden“, meinte Alexander Mies nach dem jüngsten Rennen der VLN-Langstreckenmeisterschaft, bei dem er gerne ganz oben auf dem Treppchen gestanden hätte. Doch auch mit dem zweiten Platz konnte sich der Heiligenhauser anfreunden, zumal seine Teamkollegen von Bonk motorsport den Sieg holten.

Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad geriet das Rennen zu einer echten Hitzeschlacht. Körperlich war das für den jungen Rennfahrer kein Problem, nur sein BMW M235i Racing kämpfte mit den Bedingungen.

„Es hätte auch wärmer sein können und als ich das Fenster leicht geöffnet habe, ging es eigentlich“, Mies nahm die Temperaturen selbst locker. Sein BMW hatte dagegen etwas Probleme mit den Umständen. „Offensichtlich hat unser Auto da mehr Schwierigkeiten, als andere. Nach der zweiten Runde waren alle Temperaturen am Anschlag.“

Als Folge schaltete der BMW die Leistung immer wieder etwas herunter, um keinen Motorschaden zu riskieren. Dadurch kam Mies zwar immer wieder an die Vorderleute heran, aber richtig angreifen konnte er nicht.

Acht Runden lang blieb Mies so zwar in Schlagdistanz, aber eben nicht mehr. Dann rollte der M235i mit Spritmangel aus. „Wahrscheinlich war es nur eine Luftblase, aber ich musste das Auto komplett neu starten, was mich locker 15 Sekunden gekostet hat.“ Mies ging kein Risiko ein und steuerte sofort an die Box. Doch dort herrschte zu diesem Zeitpunkt Hochbetrieb und der Heiligenhauser musste sich hinten anstellen. Während die direkten Konkurrenten problemlos ihre Stopps absolvierten, verlor Mies eine zusätzliche Minute. „Das war natürlich Pech, aber wir haben uns dann noch richtig zurückgekämpft.“

Das war ein Sprung nach vorne

Während ganz vorne der Sieg an die beiden Teamkollegen im Schwesterauto ging, konnte sich Mies mit seinem Fahrerkollegen Jens Moetefindt wieder vorkämpfen und so am Ende Rang zwei einstreichen.

„Das war auf jeden Fall ein Sprung nach vorne und gibt mir natürlich Motivation für die weiteren Rennen“, sagte Mies, der am liebsten nächste Woche weiterfahren würde. Doch bis zum fünften Lauf des Jahres dauert es noch ein wenig. Am 1. August geht es in der VLN -Langstreckenmeisterschaft weiter.