Stark in der Defensive
03.08.2010 | 16:09 Uhr 2010-08-03T16:09:00+0200
Wenn eine Mannschaft im Vorjahr Platz zwei belegte, fast komplett zusammen geblieben ist und sogar gezielt verstärkt wurde, dann ergibt sich das Ziel für das nächste Jahr eigentlich fast von selbst.
Olaf Rehmann weiß das. Dennoch kommt dem Trainer des Fußball-A-Kreisligisten TuSpo Saarn das Wort „Aufstieg“ nur schwer über die Lippen. „Ja, das muss unser Ziel für die kommende Saison sein“, sagt er dann mit einem Lächeln und weiß: „Nach dem Vorjahresergebnis werden die anderen Mannschaften jetzt auf uns schauen.“
Geringfügig verändert
Dennoch ist seine Elf für ihn nicht der Top-Favorit auf den Aufstieg in die Bezirksliga. Vielmehr erwartet Rehmann einen Aufstiegskampf zwischen mehreren Teams. Dazu zählt er den RSV, den HSV Hilalspor, die GSG Duisburg sowie den 1. FC Dersimspor.
Wie eingangs beschrieben hat sich die Truppe des Vorjahreszweiten nur geringfügig verändert. Darius Pipiro hat den Verein in Richtung Mintard verlassen, Ismet Vrankaj und Nico Winter spielen ab sofort in der zweiten Saarner Mannschaft (Kreisliga B). Vrankaj gehörte zwar bis zuletzt zum Stammpersonal, will aus gesundheitlichen Gründen aber von nun an kürzer treten.
Der neue Torhüter Marcel Schweer (MSV 07 II) kämpft mit dem bisherigen Stammkeeper Nils Henrich um den Platz zwischen den Pfosten. Das Rennen ist völlig offen und wird erst kurz vor dem Saisonstart entschieden. Abwehrspieler Michael Zytniak hat seine Fußballpause beendet und sich wieder dem TuSpo angeschlossen. Mittelfeldakteur Pierre Riemer brach seine Zelte beim RSV ab, bot sich im Training bei den Saarnern an und konnte überzeugen. Überzeugt ist das TuSpo-Trainergespann auch von den beiden jungen Stürmern Raphael Borkowski (19/FC Stoppenberg) und Dennis Schlee (21/ETuS Bissingheim). Die beiden Angreifer sollen sich in Mülheim vor allem im taktischen Bereich weiterentwickeln.
Die große Stärke der Saarner Elf ist die Defensive. In der vergangenen Saison kassierte sie die wenigsten Gegentreffer in der Liga. „Wir haben nicht nur starke Abwehrspieler, sondern alle im Kader haben ein unglaublich gutes Defensivdenken und arbeiten stets hinten mit“, erklärt Rehmann das Erfolgsgeheimnis. Offensivspieler, die die Defensivarbeit vernachlässigen, sind in Saarn falsch. „Da bin ich kompromisslos“, so der Trainer.
Laufintensives Spiel
In der am 15. August startenden Saison ist es das Ziel der Saarner Mannschaft, noch dominanter aufzutreten. Das Spiel des TuSpo war bisher sehr laufintensiv, durch noch mehr Ballbesitz soll der Aufwand verringert werden. „Da hat uns bisher etwas die Cleverness gefehlt. Wir haben den Ball oft zu früh nach vorn gespielt und mussten dann nach Ballverlusten hinterherlaufen“, erklärt Rehmann, dessen Team in Zukunft selbst das Tempo bestimmen soll.
Der Coach zieht in seinem zweiten Jahr an der Mintarder Straße außerdem eine Systemumstellung vom 4-3-3 hin zum 4-4-2 in Erwägung. Auf eine Variante festlegen will er sich allerdings nicht. „Wir sollten variabel bleiben und das vom Gegner abhängig machen. Das Team ist außerdem in der Lage, auch während einer Partie umzudenken“, so der Coach.
0mitdiskutieren