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Landesliga: Letztes Spiel als Käner Trainer : Gerhard Noll will sich mit Sieg verabschieden

Siegen, 03.12.2009, Martin Glimm

Siegen-Wittgenstein. Zum Jahresausklang steht in der Fußball-Landesliga noch einmal ein richtiger Knaller auf dem Programm. Der TSV Weißtal empfängt am Samstag, 15 Uhr, den SuS Niederschelden.

Nicht nur wegen des Derby-Charakters ein spannendes Duell. Für die Scheldener ist es das erste Spiel nach der Ära Thomas Lichtenthäler.

Bekanntlich wird die Elf vom Rosengarten am Samstag von einem anderen Lichtenthäler betreut. Sascha Lichtenthäler, eigentlich Trainer der A-Junioren, reist als krasser Außenseiter mit seiner Truppe an den Henneberg. Allerdings macht er sofort klar: „Wir fahren nicht dahin, um die Punkte einfach abzugeben.”

Gegner das beste, was passieren kann

Beim Tabellenführer anzutreten sei für die Mannschaft in der momentanen Situation das beste, was passieren kann. Denn Druck braucht der SuS trotz der prekären Tabellensituation nicht zu verspüren. Sascha Lichtenthäler ist optimistisch: „Die Mannschaft hat bereits gegen Kaan-Marienborn gezeigt, dass sie gegen Spitzenteams punkten kann. Mein Bauchgefühl sagt mir: Ein Punkt ist auf jeden Fall drin.”

Auch wenn der neue Verantwortliche am Montagabend sehr plötzlich zu seinem Interims-Job kam; ins kalte Wasser geworfen wurde er nicht. Denn in den ersten Wochen der Saison war Sascha Lichtenthäler als Co-Trainer bei der Mannschaft dabei, kennt die Jungs also ganz gut.

Für die Mannschaft sei die Woche keine einfache gewesen, gibt „Lichtenthäler II” einen Einblick in die momentan nicht nur sportlich schwierige Situation. „Die Spieler reagieren sehr unterschiedlich, das kann man nicht pauschalisieren”, sagt er auf die Frage nach der Stimmung im Team.

Bereits am Sonntag steht er für den SuS schon wieder am Seitenrand. Dann geht es mit der A-Jugend zum SV Brilon.

So stürmisch die Stimmung am Rosengarten, so unbeschwert geht es dagegen beim TSV Weißtal zu. Trotz mancher Unkenrufe in der Vorbereitung absolvierte die Mannschaft eine bärenstarke Hinrunde, die vergangene Woche mit dem Gewinn der Herbstmeisterschaft gekrönt wurde. Nur die immer wieder aufkommenden Diskussionen um einen Wechsel von Spielertrainer Daniel Cartus zu den Sportfreunden Siegen trüben ein wenig das Bild.

„Wir wollen auf der Pole Position überwintern und haben es selbst in der Hand, dieses Ziel zu erreichen. Wir müssen dazu an die kämpferische Leistung aus dem Spiel in Haspe anknüpfen und von Anfang an zeigen, wer Herr im Hause ist”, gibt eben jener Daniel Cartus die Marschroute für das Spiel aus.

Unterschätzen wolle man die Scheldener, die besser seien als der momentane Tabellenplatz, auf gar keinen Fall. Cartus warnt vor der SuS-Offensive, die mit 24 Toren lediglich zwei „Buden” weniger erzielt hat als seine eigene Elf: „Insbesondere Sven Michel ist in dieser Liga ein Ausnahmespieler.” Verzichten muss der TSV auf Matthias Leicht. Der Verteidiger erlitt beim Sieg in Haspe einen Wadenbeinbruch.

An der Tabellenspitze überwintern, das würde auch der 1. FC Kaan-Marienborn ganz gern, ist dafür aber auf Schel-dender Schützenhilfe angewiesen. Der Auswärtsauftritt beim SV Schmallenberg/Fredeburg (Samstag, 17 Uhr) wird allerdings von einem Abschied überschattet. Für Gerhard „Fanja” Noll ist es das letzte Spiel als Käner Trainer. Und natürlich möchte Noll den FC mit einem Sieg verlassen. „Dafür müssen wir aber nochmal alles rausholen.”

„Ich denke, ich habe einiges bewegt”

Nolls Fazit nach 14 Monaten in Kaan-Marienborn fällt positiv aus: „Ich denke, ich habe einiges bewegt und bin zufrieden mit meiner Zeit hier.” 25 Siege, sieben Unentschieden und vier Niederlagen, zählt er die Bilanz der Käner im Jahr 2009 auf. Gleichzeitig erwähnt er die zweite Mannschaft, die verlustpunktfrei die Tabelle der Kreisliga B3 anführt. „Das Konzept, beide Teams zusammen trainieren zu lassen, ist aufgegangen.”

Etwas in den Hintergrund geraten die Spiele der beiden anderen heimischen Vertreter. Germania Salchendorf reist zum SV Rothemühle, der TuS Erndtebrück II empfängt den SV Hohenlimburg.

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