Zwei Siege sind jetzt wichtig

Wittgenstein..  In der Fußball-Bezirksliga 4 täte beiden Wittgensteiner Vertreter nach zuletzt zwei deutlichen Niederlagen ein Sieg gut. Während der Liga-Primus aus Birkelbach gegen den abstiegsbedrohten TuS Warstein eine vermeintlich einfachere Aufgabe erwartet, reist der TSV zum Tabellenvierten FC Kirchhundem.

Sportfreunde Birkelbach - TuS Warstein (15 Uhr). Rein nach der Tabellensituation beider Mannschaften zu urteilen, käme mit dem TuS Warstein der ideale Aufbaugegner ins Wittgensteiner Land. Die Birkelbacher könnten sich nach der bitteren 1:4-Klatsche gegen den SuSLangscheid/Enkhausen II locker flockig den Frust von der Seele schießen. Doch genau vor diesen Gedanken im Konjunktiv warnt der Sportfreunde-Trainer, Björn Breuer, eindringlich: „Der TuS Warstein gehört nicht in den Tabellenkeller. Die Qualität der aktuellen Mannschaft ist nicht mit der Hinrunden-Truppe zu vergleichen.“ Damit spielt Breuer auf die vier Neuzugänge André DeLuca, Dominik Schwudke, Mehmet Turan (alle vom SSV Meschede) und Björn Rahtke (SV Hüsten 09) an, die mit ihrer Landesligaerfahrung den aktuell Tabellenvorletzten vor dem Abstieg bewahren sollen. „Wir wissen um die Stärken der Warsteiner, werden aber eine deutlich bessere Leistung als vergangenen Sonntag auf das Feld bringen“, erläutert Breuer. Fehlen werden dem jungen Trainer mit Daniel Spies (Verdacht auf Bänderriss) und Olcay Sezer (5. Gelbe Karte) gleich zwei Leistungsträger. Doch mit Joey Dohle und Ole Löcherbach kehren zweiStammspieler zurück, die aus dem Konjunktiv eine Tatsache machen sollen. In Breuers Worten: „Drei Punkte sind trotz allem das Ziel.“

FC Kirchhundem – TSV Aue-Wingeshausen. Die Sorgenfalten auf der Stirn von TSV-Coach Marco Schneider haben sich seit der verdienten 0:4-Niederlage in Arpe/Wormbach noch vergrößert. Zwar kehrt Abwehrhüne und Kapitän Simon Henkel zur Mannschaft zurück, doch sind mit Kai Treude, Lukas Brachmann (beide 5. Gelbe Karte) und René Stremmel (dreiwöchige Rotsperre) drei Stammspieler gegen den FC Kirchhundem nicht spielberechtigt. „Die personelle Situation ist nach wie vor prekär und ziemlich schwer zu kompensieren“, erklärt Marco Schneider. Als vollständige Ausrede will der Trainerroutinier den Engpass an Spielern jedoch nicht gelten lassen. „Gegen Arpe/Wormbach stand keine geschlossene Mannschaft auf dem Feld. Wir müssen uns schnellstmöglich wieder zusammenraufen, ansonsten haben wir wenig Chancen die nächsten Spiele zu bestehen.“ Besonders geärgert hat sich Schneider über die Meckereien und Schuldzuweisungen innerhalb der Mannschaft, die er „in dieser Form beim sonst so kameradschaftlichen TSVnoch nicht gesehen habe“. Doch auch an Eigenkritik spart Schneider nicht. „Wenn ich die Mannschaft nach einer halben Stunde lautstark ordnen muss, habe ich Fehler gemacht. Auch die Art und Weise meiner Hinweise war nicht in Ordnung. Ich muss ruhiger bleiben“, konstatiert Schneider.

Bei aller internen Kritik ist sich Schneider dennoch sicher, dass der TSV am Sonntag eine Chance hat. Dazu sei „viel Leidenschaft sowie Herzblut“ von Nöten und natürlich „bedingungslose Kameradschaft von allen Beteiligten“.