Zehnkampf-Titel zum Geburtstag

Kreuztal..  Die Zehnkämpfer sind schon wahre Kerle. Das bewiesen nicht nur die DLV-Gastsportler am vergangenen Wochenende bei den Kreismehrkampf-Meisterschaften in der Kreuztaler Stählerwiese, sondern auch die heimischen Jungs, die sich dieser harten Herausforderung über zwei Tage stellten, wobei der Zehnkampf erst am zweiten Tag so richtig anfängt, wie es der Mehrkampf erfahrene LGK-Trainer Helmut Menn formuliert.

In der Tat. Da müssen nach den ersten fünf Disziplinen am ersten Tag gleich am nächsten Morgen die 110 m Hürden gelaufen werden. Auch wenn es diesmal anders war, um den U20-Athleten, die ihren ersten Qualifikations-Wettkampf für die U20-EM in Schweden bestritten, entgegen zu kommen. Zum Zehnkampf-Abschluss muss noch der „kleine Marathon“ über 1500 Meter gelaufen werden, wo dann nochmals so richtig geknautscht wird, weil die Norm-Erfüllung dicht vor den Augen ist.

Reichlich persönliche Bestleistungen

Kaum weniger hart ist es für die Mädels im Siebenkampf, die sich ebenfalls - bis auf wenige Ausnahmen - auf den abschließenden 800-m-Lauf „freuen“. Doch wenn’s dann vorbei ist und die Punktezahl passt, ist die Freude riesig.

So auch diesmal wieder. In Kreuztal freuten sich einige Athletinnen und Athleten über dieses Erfolgserlebnis (siehe Infokasten). Und dass der „Kindelsberger“ Jannik Otto dieses Erfolgserlebnis genau an seinem 18. Geburtstag feierte, war um so schöner. Klar, dass da abends in Müsen so richtig die Post abging und es für die Eltern nur eine kurze Nachtruhe wurde.

Doch nicht nur die Punktezahlen stehen nachher im Fokus, sondern auch die einzelnen Ergebnisse auf dem Weg dorthin. Da glänzten Jannik Otto mit sechs neuen persönlichen Bestleistungen und der 15-jährige Neunkämpfer Henri Schlund von der LAG Siegen mit gar sieben. So beispielsweise mit 1,80 m Hochsprung und 3,10 m im Stabhochsprung oder auch dem Sprung auf 6,06 m. Der Müsener „zwirbelte“ sich mit dem Stab über gute 4,00 Meter.

Zwei neue Kreisbestmarken

Für den Gosenbacher Ole Blech (U18/LGK) lief es dagegen nach einer langen verletzungsbedingten Durststrecke noch nicht so gut, freute sich aber über die DM-Norm über 100 m mit 11,25 sec., weniger allerdings tags später über den Knieanschlag über 110 m Hürden.

Einen schwarzen Tag erwischte auch die Attendornerin Anna Kosina (U18), die sich im Weitsprung - ebenso wie Nils Fuhrmann (U20) - drei ungültige Versuche leistete. Dieses Missgeschick passierte Julian Henrichs (U20), alle LGK, im Stabhochsprung.

Auch zwei neue Kreisbestleistungen „schmückten“ das Wochenende und zwar durch Henri Schlund im Neunkampf mit 5103 Punkten (bisher 5012 von Justin Esteban-Loos/LGK) und Amelie Braun (CLV) über 80 m Hürden in 11,75 sec. (bisher 11,90 sec.).