Wunschtraum von Katharina Heinz erfüllt sich nicht - Fünfte bei der DM

Winterberg..  „Es hatte eigentlich gut gepasst, meine beiden Läufe waren soweit in Ordnung, auch wenn ziemlich starke Windböen am Start störten“, so Katharina Heinz nach ihrem sportlichen Auftritt bei der Deutschen Skeleton-Meisterschaft am Sonntag auf der Bob- und Rodelbahn in Winterberg.

Ihr Ziel war es eigentlich schon, gestern mit einem nationalen Titel dort, an der „Kappe“, aufzuwarten, obwohl sie sich selbst im Vorfeld nur zum nationalen Favoritenkreis zählte, „da sind schon fünf, sechs Fahrerinnen, die ebenfalls gute Chancen haben,“ meinte sie in der vergangenen Woche, als sie (fast) täglich dort oben in Winterberg war, um soviel wie möglich wieder das Fahrgefühl zu bekommen.

Kaum Nominierungschance

Schade war aus ihrer Sicht, dass sie keine Trainerbetreuung vor Ort hatte, ihr Heimtrainer im Krankenhaus liegt und sich die Bundestrainer nicht für die NRW-Kader-Athleten verantwortlich sahen, Tipps oder Hinweise über den Fahrverlauf in dem 1330 Meter langen Eiskanal den Skeletonis zu geben.

„Ich hatte das Gefühl, dass die nationale Titelentscheidung schon im Vorfeld egal gewesen wäre, ob ich für die WM, die ebenfalls in Winterberg ausgetragen wird, eine Nominierungschance gehabt hätte“, so die 27-jährige Seelbacherin. Recht hilflos wirkte da auch die langjährige starke Konkurrentin von Katharina Heinz und jetzige Trainerin im Landesverband Thüringen, Marion Thees, die das Geschehen an der Bande verfolgte.

„Ich ziehe mich jetzt aber noch nicht aus dem Leistungssport zurück, warte ab, was sich im Sommer tut, werde gleichzeitig aber auch meine Energie in berufliche Perspektiven investieren“, so Katharina Heinz weiter.

Junioren-Titel die Tür zur WM

Etwas andere dürfte es für ihre jüngere Vereinskameradin Jacqueline Lölling (beide RSG Hochsauerland) aussehen, die gestern Deutsche Meisterin wurde, denn der 19-jährigen Brachbacherin bleibt mit der Startberechtigung bei der Junioren-Weltmeisterschaft vom 8. bis 15. Februar in Altenberg eine große Chance, auf den WM-Zug aufzuspringen, auch wenn es für sie nicht zur Hochstufung in den Weltcup reicht.

Die Bob- und Skeleton-Welttitelkämpfe werden in der Zeit vom 23. Februar bis 8. März an der „Kappe“ im Hochsauerland ausgetragen.

Doch zurück zum gestrigen Rennverlauf in Winterberg:

Während Jacqueline Lölling in beiden Rennläufen mit Zeiten von 59,46 und 59,49 sec. die jeweils Schnellste war, fuhr Katharina Heinz im ersten Durchgang mit 59,82 sec. die sechstbeste und im zweiten Lauf mit 1:00,10 min. die fünftbeste Zeit. In der Tageswertung siegte die Brachbacherin, die im Sportinternat in Neuastenberg lebt, mit einer Zeit von 1:58,95 min.; Katharina Heinz blieb mit 1:59,92 min. ebenfalls unter zwei Minuten. Und auch bei den Startzeiten war Katharina Heinz mit 5,76 und 5,71 sec. jeweils die Fünftschnellste, während da Jacqueline Lölling mit 5,92 (8.) und 5,79 sec. (7.) etwas „nachhinkte“.

Zweite und Dritte wurden die gebürtige Hirzenhainerin Tina Hermann (WSV Königssee) und Sophia Griebel (RT Suhl).