Wird das Derby zum Aufstiegsfinale?

Das Hinspielderby entschied Tim Kolb vom RSVE Siegen gegen Fabio Schöttler vom TuS Ferndorf II mit 28.23 für sich.
Das Hinspielderby entschied Tim Kolb vom RSVE Siegen gegen Fabio Schöttler vom TuS Ferndorf II mit 28.23 für sich.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Es ist Osterpause in der Handball-Verbandsliga, doch das heimische Duo TuS Ferndorf II und RSVE Siegen rüstet sich für fünf spannende Wochen, in der entschieden wird, wer es in die Oberliga schafft. Dritter im Bunde und mit den besten Karten ist der OSC Dortmund.

Siegerland.. Fünf Spieltage sind in der Handball-Verbandsliga noch zu absolvieren, und dem heimischen Duo RSVE Siegen und TuS Ferndorf II steht ein hochdramatisches Finale ins Haus.

Um dafür gewappnet zu sein und mal für ein paar Tage Abstand vom Handball zu bekommen, gaben die Trainer Mirza Sijaric und Michael Lerscht ihren Jungs in den Osterferien einige Tage trainingsfrei. Lerscht verzichtete sogar auf die Pokal-Endrunde und ging damit auch einem Endspiel gegen den Nachbarn aus dem Weg. Apropos Endspiel: Das könnte es auch am letzten Verbandsliga-Spieltag geben, denn ausgerechnet zum Saison-Halali stehen sich die Nachbarn in Kreuztal gegenüber. Gespielt wird übrigens schon am Freitag, 8. Mai. Wird an diesem Abend etwa der Oberliga-Aufsteiger gekürt? Möglich ist es, denn Ferndorf hat gute Karten.

Die dicksten Trümpfe aber hält der Dritte im Bunde, der OSC Dortmund, in der Hand. Das Team von Thorsten Stoscheck kann einschließlich der noch nicht terminierten Nachholpartie beim HSC Haltern/Sythen in sechs Spielen punkten und kann damit alles aus eigener Kraft entscheiden. Bei Punktgleichheit am Saisonende zählt der direkte Vergleich, und den hat der OSC sowohl gegen Ferndorf II als auch gegen den RSVE Siegen gewonnen.

Allerdings gibt es nicht wenige, die noch an einen Patzer des Tabellenzweiten glauben. Der verlor von den letzten fünf Auswärtsspielen vier. Das Restprogramm sieht noch vier Partien in fremden Hallen vor, darunter beim Vierten, Sechsten und Siebten der Tabelle. Auf Ferndorf II warten allerdings auch noch die hohen Auswärtshürden in Haltern und Oberaden und dazu das brisante Lokalderby. Vergleichsweise einfach scheinen die Aufgaben in eigener Halle gegen Schlusslicht Höchsten und das schwächelnde Bergkamen zu sein.

Und der RSVE? Mirza Sijaric ist kein Phantast: „Wir müssten alles gewinnen, spielen aber noch in Westerholt und Riemke. Ferndorf und Dortmund müssten zudem patzen. Ich sehe unsere Chance bei 20 Prozent.“ Angesichts der bislang mauen Auswärtsbilanz (9:11-Punkte) eine nachvollziehbare Prognose. Mit jeweils 40 Prozent sieht er Ferndorf und Dortmund theoretisch auf Augenhöhe, doch Sijaric legt sich fest: „Ich glaube, dass es Ferndorf macht. Die haben das einfachere Restprogramm.“

Kollege Lerscht entgegnet: „Ich will uns nicht klein reden, aber der RSVE ist noch nicht aus dem Rennen.“ Allerdings: Der Druck liegt bei den Konkurrenten. Lerscht: „Wir sind total entspannt mit der Nummer. Wir haben doch schon jetzt weit mehr erreicht als vor derSaison gedacht.“