„Wir geben uns auch mit weniger zufrieden“

Feudingen..  Eigentlich wollte Hans-Peter Hackler nur interimsweise bis zum Saisonende den Fußball-B-Kreisligisten SV Feudingen trainieren, doch jetzt bleibt er mindestens ein weiteres Jahr in der Verantwortung (die WP berichtete). Wir sprachen mit Hans Peter Hackler.

1 Blickt man auf die Geschichte des SV Feudingen, spielte der Verein fast immer in der Bezirksliga oder Kreisliga A. Halten sie eine Rückkehr mittelfristig für wahrscheinlich?

Der Sprung in die A-Liga ist seit der Kreisliga-Reform eine Herausforderung, die fast genau so groß ist, wie früher der Aufstieg in die Bezirksliga. Entscheidend wird sein, wie die sich die Spieler entwickeln, die demnächst aus der Jugend kommen. Der Sprung von dort zu den Männern ist allein schon körperlich alles andere als einfach. Wir wollen erst mal sehen, dass wir guten Fußball spielen und weiter eine gute Gemeinschaft im Verein haben, dann kommt der Rest irgendwann von alleine.

2 Sie sprechen die Jugend an. Da sieht es in ihrem Verein ja nicht schlecht aus.

Die Perspektiven sind sehr gut. Ich war ja bis zum vergangenen Jahr im Jugendbereich tätig, wo ein extrem hoher Aufwand in unserer Spielgemeinschaft betrieben wird. Da haben wir gute Trainer und Betreuer.

3 Profitiert ihre Mannschaft schon kurzfristig?

Es kommen nächstes Jahr sechs, danach fünf Spieler aus der A-Jugend hoch, die ich schon aus der D-, C- und B-Jugend als Trainer kenne und deshalb eine enge Bindung zu ihnen haben. Der Schritt zu den Männern ist aber, wie gesagt, schwer. Deshalb geben wir uns für die kommende Saison auch mit weniger zufrieden und sagen nicht, dass wir volles Rohr oben angreifen. Wichtig ist, dass uns Spieler wie Nils Althaus, Jörg Althaus und Jens Mengel erhalten bleiben und für die Jüngeren als Bezugspersonen da sind. Das ist eigentlich eine ganz gute Mischung.

4 Auch deshalb, weil mit Sascha Schwarz und Benjamin Pfeiffer zwei Leistungsträger zum VfL Bad Berleburg wechseln?

Die Abgänge wiegen schwer, aber das Problem haben ja auch andere Vereine in unserer Liga. Wichtig ist, dass uns Spieler wie Nils Althaus, Jörg Althaus und Jens Mengel erhalten bleiben und für die Jüngeren als Bezugspersonen da sind. Das ist eigentlich eine ganz gute Mischung. Ein Vorbild kann für uns Eichen/Krombach sein. Die haben vor ein paar Jahren in der C-Liga einen Neuanfang mit einem Haufen junger Spieler gemacht, die sich zusammen hochgekämpft haben. Die haben gegen uns mit einer Leidenschaft gespielt, die mir auch als Gegner Freude gemacht hat.