Wesley Schors kommt – Lukas Lenz kommt zurück
17.12.2009 | 22:21 Uhr 2009-12-17T22:21:00+0100Siegen. Fußball-NRW-Ligist Sportfreunde Siegen hat am Donnerstag den ersten Neuzugang unter dem Sportlichen Leiter Lutz Lindemann und Trainer Rob Delahaije verpflichtet und somit bereits vor der Winterpause Nägel mit Köpfen gemacht.
So wird der 20-jährige holländische Offensivspieler Wesley Schors die Siegener verstärken.
„Ich denke, dass der neue Spieler uns mit seiner Geschwindigkeit sehr gut tun wird”, sagte Lindemann gestern. Schors unterschrieb einen Vertrag bis Juni 2011. Lindemann in diesem Zusammenhang: „Wir wollen den Kader bis zum 30. Juni 2011 zusammenhalten, wir wollen langfristig planen.”
Der Holländer Wesley Schors kommt aus Rob Delahaijes Wohnort Maastricht. Der junge Stürmer, der aus der Jugendabteilung des Maastrichtse Voetbal Vereniging, kurz MVV Maastricht entstammt, erhält in Siegen einen Kontrakt als Vertragsamateur. Ins Spielgeschehen kann der 20-Jährige aber an diesem Wochenende noch nicht eingreifen, dazu fehlt die Spielberechtigung. Und so wird der Holländer erst ab dem 4. Januar mit den Siegenern in die Saisonvorbereitung einsteigen.
Zurück ins Team der NRW-Liga-Mannschaft kommt hingegen Angreifer Lukas Lenz, einer der Spieler, die nach dem Trainerrauswurf von Jörg Jung unter Nachfolger Rob Delahaije aus der ersten Sportfreunde-Mannschaft suspendiert wurden und sich in der Westfalenliga-Truppe von Trainer Theo Brenner neue Meriten erarbeiten mussten. Bereits seit Dienstag dieser Woche trainierte Lenz wieder im Kader von Delahaije/Nemeth. Der Sportfreunde-Cheftrainer kündigte an, das Lukas Lenz zum Kader für das letzte Meisterschaftsspiel des Jahres am Samstag gegen Westfalia Herne stehen werde.
Planungen laufen
ohne Orhan Özkaya
Die anderen degradierten Spieler, allen voran der unter Jörg Jung stark spielende Orhan Özkaya, werden wohl so schnell nicht ins NRW-Liga-Aufgebot der Siegener zurückkehren. Die Erklärung dafür lieferte Rob Delahaije: „Die Ergebnisse der zweiten Mannschaft kennen Sie doch auch alle. Und mit der Besetzung sollte man doch deutlichmehr erwarten können.”
Bei den letzten zwei Niederlagen der Elf von Theo Brenner, die bekanntlich als Schlusslicht in der Westfalenliga ums Überleben kämpft und Verstärkung „von oben” gebrauchen kann, standen mit Lukas Lenz, Orhan Özkaya, David Müller, Markus Zschiesche und Tim Reichert gleich fünf aus dem Kader der Ersten verbannte Spieler.
Das Argument, dass man mit vermeintlich schwächeren Mitspielern auch nicht seine volle Leistung abrufen könne, wollte Delahaije hingegen nicht gelten lassen: „So eine Erklärung wäre zu einfach. Die betreffenden Spieler müssen erst einmal auf sich selbst schauen. Erst wenn die eigene Leistung stimmt, kann man auch auf andere schauen.”
Während Lukas Lenz nun wieder den Sprung zurück zur NRW-Liga-Mannschaft gelungen ist (Delahaije: „Bei ihm haben wir die Verbesserung gesehen, bei den anderen nicht”), dürften die anderen aussortierten Spieler einen schweren Stand haben. So macht Delahaije keinen Hehl daraus, dass er nach jetzigem Stand weder für die Testspiele in der Vorbereitung, noch für das Trainingslager der „Ersten” mit Orhan Özkaya plane. Auf die Frage, ob sich der Spieler aufgrund der nicht zufriedenstellenden Situation mit Abwanderungsgedanken trage, sagte der Holländer: „Ich habe noch nichts gehört!”
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