Weidenauer Paul Heck mit 95 Jahren gestorben

Weidenau..  Im gesegneten Alter von 95 Jahren ist mit dem Weidenauer Paul Heck (Foto) einer der bekanntesten Siegerländer Fußballspieler der Nachkriegszeit gestorben. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er im Alten- und Pflegeheim in der Oberen Hengsbach.

Paul Anton Heck, so sein vollständiger Name, gehörte der erfolgreichen Nachkriegsmannschaft des VfB Weidenau an, als diese im Jahre 1946 den Spielbetrieb nach kriegsbedingter Unterbrechung wieder aufnahm. Höhepunkt gleich im ersten Jahr nach der „Stunde Null“: Am 1.September 1946 spielten die VfBer mit Paul Heck auf dem damaligen AdH-Sportplatz, viele Jahre vor Einweihung der Glück-Auf-Kampfbahn im Jahre 1955 die Heimstätte des VfB, in einem Freundschaftsspiel gegen den 1.FC Kaiserlautern.

Spiellführer des Traditionsklubs aus der Pfalz war kein Geringerer als Fritz Walter, der Weltmeister von 1954 und spätere Ehrenspielführer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

Antrittsprämie der Pfälzer waren einige Säcke Kartoffeln.

Paul Heck glänzte als Halblinker besonders in seiner äußerst vorbildlich ausgeführten Spielführerrolle. Den älteren Fußballbeobachtern jener Zeit ist Paul Heck überdies als genialer Techniker und Spielmacher bekannt. Er gehörte auch jener legendären VfB-Mannschaft an, die am letzten August-Sonntag des Jahres 1948 auf neutralem Platz in Hagen-Boelerheide „unter Ausschluss der Öffentlichkeit“ den Rivalen Teutonie Riemke mit 2:1 besiegte und damit in die Landesliga aufstieg. Das war damals die zweithöchste Amateurklasse in Westfalen. Die beiden Tore für die „Blauhemden“ aus Weidenau erzielte übrigens das eingespielte Duo „Paul & Paul“: Neben dem Halblinken Paul Heck trug sich auch Mittelstürmer Paul Fuchs in die Torschützenliste ein.

Der Abstieg aus der Landesliga folgte gleich im ersten Jahr „auf dem Fuße“, doch danach schaffte es die Tiergartenelf immer mal wieder, aus der Bezirksklasse in die Landesliga zurückzukehren.

So im Jahre 1955, als der VfB mit Spielführer Paul Heck im letzten Saisonspiel auf der neuen Glück-Auf-Sportanlage im Tiergarten einen Sieg über Verfolger Germania Mudersbach landete und Bezirksklassenmeister wurde.