Vor der Kür steht die Pflicht

Auf Patrick Bettig (rechts) wartet am Sonntag die Aufgabe mit dem TuS Ferndorf beim OSC Löwen Duisburg.
Auf Patrick Bettig (rechts) wartet am Sonntag die Aufgabe mit dem TuS Ferndorf beim OSC Löwen Duisburg.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Noch maximal zwei Siege trennen den TuS Ferndorf von der Meisterschaft und dem Aufstieg in die 2. Liga. Am Sonntag heißt der Gegner auswärts OSC Löwen Duisburg. Die Gastgeber kämpfen noch mit einer Macht gegen den Abstieg.

Ferndorf..  Handball nach einer bewegten Woche rund um den TuS Ferndorf. Das Drittliga-Punktspiel am Sonntag (16 Uhr) bei den OSC-Löwen in Duisburg steht an. „Kein Problem“, so der scheidende Trainer Erik Wudtke, „die Mannschaft stellt sich dieser Aufgabe mit der nötigen Konzentration.“

Bevor sich ein großer Teil des Kaders - plus Trainer - in alle Winde zerstreut, geht es ja immerhin noch um das große Ziel Drittliga-Meisterschaft. Und die will sich doch jeder auf seine Fahnen heften, auch wenn er die Früchte selbst nicht ernten kann.

„Die Mannschaft hat sich in der Vorbereitung eingestellt auf diese Aufgabe, die ich als Pflichtaufgabe bezeichne. Das bedeutet nicht, dass wir in Duisburg mal eben so im Vorübergehen gewinnen, sondern wir stehen in der Pflicht, die Punkte einzufahren, um eine Woche später in eigener Halle gegen Gladbeck die Meisterschaft feiern zu können. Das ist dann die Kür.“

Die Duisburger wechselten aktuell noch einmal die Pferde. Trainer Jörg Förderer wurde nach der Löwen-Niederlage beim Tabellenletzten Wiesbaden seines Amtes enthoben. Als Nachfolger in­stallierten die Duisburger das Duo Thomas Molsner/Matthias Reckzeh. Molsner ist Trainer der A-Jugend, Reckzeh ist Torhüter der ersten Mannschaft.

Mit 18 Punkten rangiert der OSC auf Tabellenplatz 14, schwebt in akuter Abstiegsgefahr. Zeit also, die Kurve zu kriegen. Dass das ausgerechnet gegen den designierten Meister passiert, der 25 Mal in Serie gewonnen hat, erscheint unwahrscheinlich.

Und auch die bewegte Woche um den TuS mit tief schürfenden personellen Veränderungen sollte die Mannschaft nicht vom eingeschlagenen Kurs abbringen.

„Ich bin überzeugt“, so noch einmal Erik Wudtke, „dass der Fokus bei allen auf Duisburg liegt.“ Auf Duisburg und den Zweitliga-Aufstieg.