Von Umdenken nichts zu spüren

Die Erste steigt ab, die Zweite ebenfalls. Gut, dass wenigstens aus der Jugend-Abteilung von Sportfreunde Siegen erfolgreichere Meldungen kommen. Die A-Junioren schaffen den Klassenerhalt in der Landesliga. Und die B-Junioren steigen wieder in die Bundesliga auf. Glückwunsch an das Team von Trainer Peter Neumann.

Da war man ja schon mal und hatte keinen leichten Stand. Nach nur einem Jahr ging es wieder runter. Damals war die U17 Meister der Westfalenliga, diesmal reicht ein dritter Rang hinter den nicht aufstiegsberechtigten U16-Teams von Schalke und Dortmund.

Das schmälert die Freude über den Aufstieg nicht. Zu denken allerdings gibt das Gerede über die zweite Senioren-Mannschaft. Die hat man nicht erst seit dem nun nicht mehr zu vermeidenden Abstieg in die Bezirksliga auf die Abschussliste gesetzt. Zwar ist das noch nicht amtlich, aber es wird wohl so weit kommen.

Und die Frage darf erlaubt sein: In welcher Mannschaft soll denn ein aus dem Jugendbereich entwachsener Kicker Erfahrungen im Seniorenbereich machen? Dass er das auf Anhieb nicht in der Oberliga bewerkstelligen kann, dürfte klar sein. Also wird bei den Sportfreunden für andere Vereine ausgebildet. Das war zwar in der Vergangenheit auch schon so. Doch sollte eigentlich ein anderes Denken die Vereinspolitik bestimmen. Davon indes ist nichts zu spüren.