Vier Landesmeister-Titel für JVS

Physiotherapeut Matthias Berns, Lars Dörr, Lili Weiken, Dennis Likei, Achim Schneider, „Aki“ Giotitsas, Trainer Dieter Kuhl
Physiotherapeut Matthias Berns, Lars Dörr, Lili Weiken, Dennis Likei, Achim Schneider, „Aki“ Giotitsas, Trainer Dieter Kuhl
Foto: WP

Reken..  112 Teilnehmer aus 19 Vereinen trafen sich im westfälischen Velen-Reken, zur NRW-Landesmeisterschaft im Ju-Jutsu-Wettkampf. Das JVS-Team, unter der Leitung von Trainer Dieter Kuhl, war mit nur fünf Kämpfern angereist, holte aber vier erste Plätze und belegte damit Platz zwei in der Mannschaftswertung, obwohl die Konkurrenz auf den Rängen eins und drei mit dreimal mehr Sportlern an den Start gegangen war. Eine hervorragende Bilanz der „kleinen Truppe“ aus dem Siegerland, die damit eindrucksvoll ihre landesweite Vormachtstellung in den jeweiligen Gewichtsklassendemonstrierte.

Den Auftakt gab Alexandros „Aki“ Giotitsas in der Klasse bis 85 kg. Der war von Anfang an auf Sieg eingestellt. Seinen schnellen Treffern und seiner außerordentlichen körperlichen Präsenz konnte an diesem Tag niemand etwas entgegensetzen. Giotsitas gewann alle Kämpfe vorzeitig mit technischer Überlegenheit.

In der gleichen Klasse trat Lars Dörr an. Für den Wettkampfneuling war es seine erste Landesmeisterschaft und trotz der starken Gegner schlug er sich wacker. Aber für einen Platz auf dem Treppchen reichte es noch nicht, doch Rang vier ist eine prima Platzierung.

Auch bei der Jugend trug die gute Vorbereitung durch Trainer Dieter Kuhl Früchte. Dennis Likei dominierte die Klasse U15 bis 37 kg. Er bewegte sich mit viel Übersicht, setzte schnelle Treffer, löste sich geschickt, um dann erneut zuzuschlagen oder den Gegner per Wurf und Haltegriff zur Aufgabe zu zwingen. Dennis überlegene Taktik sicherte ihm den verdienten ersten Platz.

Die nächste Goldmedaille für das JVS-Team holte die erfahrene Kämpferin Lilian „Lili“ Weiken bei den Damen in der Klasse bis 62 kg. Der in Gent studierenden Sportlerin mangelt es aufgrund des Studienortes zurzeit an ausreichenden Trainingsmöglichkeiten. Aber trotz dieses Handicaps lieferte sie eine Spitzenleistung ab. Sie war ihren Gegnerinnen immer einen Schritt voraus, beherrschte zu jeder Zeit das Kampfgeschehen und sicherte sich den Titel durch vorzeitige Siege in allen Kämpfen.

Den Schlusspunkt setzte dann Achim Schneider in der Seniorenklasse bis 69 kg. Der eigentlich vom Judo kommende Wurfspezialist überzeugte diesmal zusätzlich durch blitzschnelle Schlag- und Tritttechniken, mit denen er seine Gegner überraschte. Alle vier Titelträger starten in Mai in Limburg bei der Westdeutschen Meisterschaft.