Viel Wiedersehens-Freude auf Netphener Eis

35 Jahre Eishockey in Netphen Der EHC feierte mit einem Freundschaftsspiel zwischen der 1. Mannschaft und einem Traditionsteam mit vielen Ehemaligen und Legenden wie Ex-Nationalspieler Ernst Höfner
35 Jahre Eishockey in Netphen Der EHC feierte mit einem Freundschaftsspiel zwischen der 1. Mannschaft und einem Traditionsteam mit vielen Ehemaligen und Legenden wie Ex-Nationalspieler Ernst Höfner
Foto: Mark Sonneborn

Netphen..  35 Jahre Einhockey-Tradition – ein passender Anlass für die Traditionsmannschaft des RHC Netphen, die Kufen nochmal unterzuschnallen. Mit einem Freundschaftsspiel zwischen der 1. Mannschaft des EHC und einer Oldies mit vielen Legenden aus TEG und ECS-Zeiten, aber auch mit einer echten Eishockey-Größe: Ernst Höfner (Co-Trainer der Nationalmannschaft, DEB-Sportwart), wurde in Netphen ein Eishockey-Event der Extraklasse gefeiert.

Mit dabei waren fast 700 Zuschauer, die das Eisstadion im Sportpark Siegerland mit ihren Fangesängen noch einmal zum Beben brachten. „So wie früher. Da müssen wir wieder hin. Das geht allerdings nicht von heute auf morgen. Das braucht Zeit“, zeigte sich Michele Schulte, Vorsitzender der Deutschen Eishockey-Innovationsgesellschaft „D2ICE“, begeistert.

Auf dem Eis wurde beste Werbung für den Sport betrieben. Auch wenn zwei angekündigte DEL-Profis letztlich doch abgesagt hatten, herrschte bei der Partie tolle Stimmung. Mit Hendrik Hölscher lief aber ein kurzfristig eingesprungener DEL-Star auf, der bereits in Düsseldorf und Krefeld seine Brötchen verdiente. Nach den Eröffnungsworten von Volkmar Klein, der das Engagement lobte, ein solches Spiel auf die Beine zu bekommen, hieß es schließlich: Licht aus, Spot an.

In Schwung

Das EHC-Team kam besser ins Spiel. Man merkte schnell, dass die Spielzüge besser funktionierten. Erwartungsgemäß markierte Felix Bauer nach sieben Minuten das 1:0. Moritz Mockenhaupt erhöhte.

Doch die Trationsmannschaft stabilisierte sich, die Rädchen griffen allmählich ineinander und nach der Drittelpause sah sich das EHC-Team einem ganz anderen Wind ausgesetzt. Daniel Walther verkürzte, Rene Kutzner stellte keine Minute später den alten Abstand wieder her. Durch einen Konter durch Jan Kral kam das Traditionsteam wieder heran. Im Schlussdrittel erhöhte Matti Stein schnell auf 4:2, noch viel schneller (nach 14 Sekunden) stellte Daniel Walther den alten Abstand wieder her. Ein Doppelschlag von Hendrik Hölscher binnen neun Sekunden brachte das Traditionsteam mit 5:4 in Front.

Ziel erreicht

Drei Minuten vor dem Ende glich Kapitän Felix Bauer mit einem schönen Spielzug zum 5:5 aus..

„Wir haben mit diesem Spiel ein Ziel erreicht und die Begeisterung zurück nach Netphen geholt. Nach dem Spiel werden wir nun darüber nachdenken, wie wir dieses Feuer am Lodern halten können. Wir wollen das Eishockey hier in Netphen wieder richtig befeuern. Daher bin ich auch froh, dass Volkmar Klein hier heute die Schirmherrschaft übernommen hat“, betonte Schulte.

Ein finanzieller Erfolg war das Spiel auf jeden Fall.

Doch EHC-Vorsitzender Dietrich Ballin zog nicht in Bezug auf die gute Kulisse bezogen eine durchweg positive Bilanz: „Alles ist gut über die Bühne gelaufen, niemand hat sich verletzt.“ Eigentlich wollte Ballin selber aufs Eis und ins Geschehen eingreifen. „Dazu hätte ich aber zweimal trainieren müssen.“

Mit Ernst Höfner war aber ein echter Sympathieträger als Zugpferd gewonnen worden, der sogar während der Drittel auf der Ersatzbank den Kindern geduldig Autogrammwünsche erfüllte.

Niveau steigt

„Unsere Verteidiger haben heute solide gespielt. So funktioniert das und so macht die Sache auch Spaß. Im dritten Drittel ist es aber etwas mehr zur Sache gegangen. Da war schon Ehrgeiz drin. Das 5:5 war am Ende aber ein verdientes Ergebnis“, war Höfners Eindruck von der Partie, der zudem betonte, dass das Niveau im Eishockey immer weiter steigen würde. „Wir wollen nun in die NRW-Liga. Das ist die richtige Liga für uns“, so Ballin.“
EHC --Traditionsmannschaft5:5

EHC: Küchenthal – Mockenhaupt, Fischbach, Busch, Eibel, Gieseler, Fischbach – Kutzner, Göbel, Quatier, Bruch, Hall, Resch, Ostermann, Zamponi, Jaschke, Herling, Bauer, Stein.

Traditionsmannschft: Kreutz – Halfmann, Finko, Lange, Bruch, Born, Werzner, Helga Hall - Jaschke, Hölscher, Pietsch, Groos, Halangk, Resch, Werzner, Walther, Höfner, Eickhoff, Stefanie Kastner, Kral, Trejbal.

Torfolge: 1:0 Bauer (8. – Vorarbeit Hall, Jaschke); 2:0 Zamponi (13. – Herling); 2:1 Walther (23. – Kral, Trejbal); 3:1 Kutzner (24. – Göbel, Fischbach); 3:2 Kral (32. – Trejbal, Kreutz); 4:2 Stein (47. – Mockenhaupt); 4:3 Walther (47. – Kral); 4:4 Hölscher (56. – Lange, Höfner); 4:5 Hölscher (56. – Höfner, Kastner); 5:5 Bauer (57. – Hall, Jaschke)