VfL-Mädels Zweite beim Treffen der Meister

Auch beim Bezirkspokal gab es für die Volleyballerinnen des VfL Bad Berleburg viel zu jubeln.
Auch beim Bezirkspokal gab es für die Volleyballerinnen des VfL Bad Berleburg viel zu jubeln.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Nach dem „Durchmarsch“ in der Bezirksliga-Staffel 25 bekamen es die U-18-Volleyballerinnen des VfL Bad Berleburg zum Saisonabschluss noch einmal mit Gegnern auf Augenhöhe zu tun – und schlugen sich auch beim Treffen der südwestfälischen Bezirksliga-Meister hervorragend.

Bergkamen..  Die Wittgensteiner Volleyball-Mädchen zeigten sich einmal mehr in absoluter Topform und sorgten mit dem Titel Vize-Bezirkspokalsieger Westfalen-Süd für einen weiteren Paukenschlag.

In einem hochklassigen und mitreißenden Finale gegen den TV Bochum-Gerthe gab es nach aufopferungsvollem Kampf die erste Niederlage seit einem Jahr – auch im Vorjahr hatte der VfL das Bezirkspokal-Finale verloren. Diesmal war es jedoch knapper. „Wir haben uns aber besser verkauft als damals“, so Trainer Matthias Winter, dessen Mannschaft im Schnitt ein gutes Jahr jünger war als der Gegner.

Neben den Finalisten komplettierten der OSC Hamm, der Soester TV, der TV Neheim und Bezirksliga-Vizemeister TuS Bergkamen-Weddinghofen als Ausrichter das Teilnehmerfeld.

Anspannung seit Wochen spürbar

In der Stöppelhalle konnte man die mentale Anspannung des Teams seit Wochen regelrechtspüren. Matthias Winter hatte das Trainingspensum deutlich intensiviert, um konkrete Spielsituationen und taktische Varianten einzustudieren. Zudem wurden mehrere Testspiele absolviert, um optimal vorbereitet in das mit Spannung erwartete Saisonfinale zu gehen. Der Euphorie-Funke sprang auch auf das Umfeld der Volleyballerinas über. So reiste der VfL-Tross mit einer großen Fangemeinde ins nördliche Ruhrgebiet, um für eine lautstarke Rückendeckung zu sorgen.

Demzufolge verwandelte sich die Sporthalle Overberge in Bergkamen während der Auftritte der Kurstädterinnen in einen regelrechten Hexenkessel. In der Auftaktpartie gegen den OSC Hamm agierte das VfL-Team noch äußerst nervös – die lange Anreise hatte deutlich ihre Spuren hinterlassen. Doch nach einigen spektakulären Ballwechseln präsentierten sich die Berleburger Nachwuchsvolleyballerinnen wieder von ihrer Schokoladenseite.

Dem druckvollen Angriffsspiel hatte der OSC Hamm nun nichts mehr entgegen zu setzen. Auch im zweiten Vorrundenmatch besaß der Soester TV nicht den Hauch einer Chance gegen den fulminant aufspielenden VfL – nach zwei deutlichen 2:0-Erfolgen war das Halbfinale erreicht. Hier ging es gegen den Bezirkspokal-Finalgegner aus dem Vorjahr, den TV Neheim.

Offene Rechnung beglichen

„Mit diesem Gegner hatten wir noch eine offene Rechnung zu begleichen“, so der Kommentar von Trainer Matthias Winter. Demzufolge brauchte er sein Team für diese schwere Aufgabe auch nicht sonderlich zu motivieren. Mit vorbildlichem Einsatz nahmen die VfL-Mädchen in einer rassigen Partie eindrucksvoll Revanche für die bittere Endspiel-Niederlage. Der TV Neheim musste neidlos anerkennen, dass sich der VfL Bad Berleburg innerhalb eines Jahres sowohl spielerisch als auch taktisch deutlich weiterentwickelt hatte.

Im mitreißenden Endspiel gegen den favorisierten TV Bochum-Gerthe zog die Winter-Formation noch einmal sämtliche Register. Im ersten Satz erlebten die Zuschauer einen offenen Schlagabtausch zweier gleichwertiger Teams. Die VfL-Girls fighteten zwar leidenschaftlich um jeden einzelnen Punkt, doch ging Bochum nach einem 25:22-Satzgewinn verdient in Führung. Auch der zweite Satz war lange Zeit hart umkämpft, erst in der Schlussphase setzte sich der Topfavorit endgültig ab. Trotz aufopferungsvollen Kampfes gelang es dem VfL nun nicht mehr, das Ruder herum zu reißen. Mit 25:20 holte Bochum auch den zweiten Satz.

Jetzt wartet die Oberliga

„Natürlich hat zunächst die Enttäuschung überwogen, es gab auch die eine oder andere Träne“, berichtete Trainer Matthias Winter: „Das war vielleicht auch mehr der abfallenden Anspannung geschuldet.“ Am positiven Gesamtbild änderte das verlorene Finale nichts. „Ich möchte meinem Team ein Riesenkompliment aussprechen“, so Winter, der seine Mannschaft zum Lohn gestern von der Trainingshalle zur Eisdiele schickte. Er ergänzte stolz: „Es macht ganz einfach Spaß mit den Mädels zu arbeiten. Wir freuen uns schon riesig auf die Oberliga.“

Dort, eine Klasse höher, wollen es die Berleburgerinnen nach zwei Jahren ohne Niederlage im Meisterschaftsspielbetrieb nun so richtig wissen. Die im Durchschnitt 15-16-jährigen Mädchen werden dann ihre Kräfte in der U-18-Oberliga mit den besten Teams aus Nordrhein-Westfalen messen – ein ehrgeiziges Unterfangen.