VfL irritiert den Meister 30 Minuten lang

Olpe..  Ein paar Umdrehungen musste der Anlasser drehen, ehe der Jubel ansprang. Abwartend standen die Fußballer der SpVg Olpe nach ihrem 4:1 (2:1)-Sieg gegen den VfL Bad Berleburg im Mittelkreis. Erst als Stadionsprecher Björn Schneider den 2:0-Sieg des BSV Menden beim Olper Verfolger Finnentrop/Bamenohl per Mikro die amtliche Note verlieh, kam Leben in die Stehparty. Vier Spieltage vor Saisonende ist das amtlich, was ohnehin niemand mehr ernsthaft bezweifelt hatte: Die SpVg Olpe kehrt zurück in die Westfalenliga.

Was für die Szenen nach dem Spiel galt, war auch für die 90 Minuten auf dem Rasen richtig – und das hatte viel mit den Gästen aus dem Wittgensteiner Land zu tun, die dem Meister vor allem in der 1. Halbzeit erhebliche Probleme bereiteten, es aber versäumten, Kapital aus ihrer Überlegenheit zu schlagen. Torben Birkelbach hatte den VfL Bad Berleburg in der dritten Minute in Führung gebracht, als er nach einem Abpraller von Olpes Keeper Christian Bölker, der gegen Daniel Gora pariert hatte, zum 1:0 abstaubte.

In der Folge jedoch zeigte Bölker, warum er den Ruf als herausragender Keeper der Landesliga hat. Gleich drei Mal verhinderte er im „Eins gegen Eins“ eine höhere Führung der Gäste: zwei Mal gegen Johannes Hackenbracht, ein Mal gegen Gora. „Die ersten 25 Minuten haben wir Olpe an die Wand gespielt und hätten 4:0 führen können“, ärgerte sich Berleburgs Trainer Andreas Edelmann, der trocken feststellte: „Die Effektivität ist der Unterschied und macht Olpe stark. Das war im Hinspiel ja auch so.“

Hinten ließ Olpe den VfL Bad Berleburg noch einigermaßen ruhig aufbauen, doch nach Balleroberungen im Mittelfeld ging die Post ab. Die Tore von Thomas Rath (38.) und Jannik Buchen (45.+1, 58.) mit denen Olpe das Spiel drehte, fielen allesamt nach diesem Muster.

Am Ende, so Edelmann, sei das Resultat „etwas zu hoch“ ausgefallen, weshalb ihn das vierte Olper Tor, bei dem VfL-Verteidiger Alexander Krowarz nach einer Flanke nicht mehr ausweichen konnte und ins eigene Netz traf (90.+1), etwas wurmte. Zwischenzeitlich waren die Kurstädter nämlich durchaus nah dran am zweiten Tor, das alles noch mal hätte spannend machen können. Andererseits: Mit etwas Pech wäre es eine echte „Packung“ geworden, weil Olpe noch Pfosten und Latte traf.

Nach dem überaus fairen Spiel – es gab nicht eine Gelbe Karte vom guten Schiedsrichter Christian Liedtke – blieben die Berleburger noch eine Stunde am Kreuzberg, um mit der SpVg Olpe auf deren Meisterschaft anzustoßen.

Edelmann: „Dass das verdient ist, steht bei der Bilanz ja völlig außer Frage. Wir wünschen der SpVg in der Westfalenliga alles Gute und den Klassenerhalt.“