Verständliche Retourkutsche

Mit der guten Nachbarschaft ist das so eine Sache. Ein Beispiel dafür, dass es auch klappen kann, liefert Fußball-Oberligist RW Ahlen bzw. dessen Halbfinal-Gegner im Beckumer Kreispokal, A-Kreisligist Westfalia Vorhelm. Der trat kurfristig auf Bitten des ehemaligen Zweitligisten am Donnerstag, 9. April, gegen den Regionalliga-Aspiranten an. Der am voraus gegangenen Sonntag im Oberliga-Duell bei Eintracht Rheine des Feldes verwiesene Felix Backszat konnte seine Gelb-Rot-Sperre also bequem im Pokal „absitzen“ und durfte dann gegen Herne, als es um Oberliga-Punkte ging, wieder ran.

Ahlens Oberliga-Kontrahent TuS Erndtebrück, in der Tabelle mittlerweile zwei Zähler vor den Rot-Weißen, hatte Ähnliches vor. Die Wittgensteiner sind bereits seit Oktober in Sachen Spielverlegung mit Halbfinal-Partner GW Siegen im Gespräch. Der TuS hätte sogar auf die Einnahme-Teilung verzichtet. Vergebene Liebesmüh, denn GWS blockte alles ab.

Doch die Retourkutsche kommt: Vor dem schweren und womöglich vorentscheidenden Liga-Auswärtsspiel bei Westfalia Rhynern am Sonntag zieht Trainer Florian Schnorrenberg es vor, am Pulverwald vernünftig zu trainieren. Das Mittwoch-Spiel auf dem Siegener Lindenberg bestreitet ein Erndtebrücker Reserve-Team.

Das Pokal-Highlight des Siegener Bezirksligisten köchelt also auf merklich kleinerer Flamme. Selbst Schuld.