„Umfeld ist euphorisiert“Erndtebrücker Restprogramm

Das 7:1 im Hinspiel bejubeln
Das 7:1 im Hinspiel bejubeln
Foto: WP

Erndtebrück..  Es weht ein frischer Wind über den Platz. Am Pulverwald weht der fast immer. Mannschaft und Trainer des TuS Erndtebrück spüren diesen Wind sieben Spieltage vor Schluss der Fußball-Oberliga diesmal aber auch von einer anderen Seite. „Das Umfeld ist euphorisiert“, hat Florian Schnorrenberg erkannt.

Die vielleicht schon vorentscheidende Partie um die Meisterschaft am Sonntag (15 Uhr) bei RW Ahlen im Wersestadion bringt die Erndtebrücker auf die Beine. Der bestellte Reisebus war schnell ausgebucht, viele wollen mit dem eigenen Pkw die Fahrt antreten.

Und einer, Ralf Hanke, tritt die die knapp 150 Kilometer lange Reise von der Eder an die Werse sogar mit dem Fahrrad an.

„Wir haben in dieser Saison nicht viel falsch gemacht“, deutet Trainer Schnorrenberg an, dass solches Engagement im Umfeld nicht von ungefähr kommt. Und ein Aufstieg in die Regionalliga und - so nebenbei - die Qualifikation für die erste DFB-Pokal-Runde sind echte Fußball-Highlights für die Wittgensteiner Gemeinde.

Stolz auf das Team

Bei aller geweckten Anteilnahme am Geschehen bleiben Mannschaft und Trainer aber auf dem Boden. „Wir machen uns Gedanken über uns, denken nicht an das Ahlener 0:3 am Mittwoch gegen Bielefeld. Aber wir sind auch stolz darauf, dieses Spiel am Sonntag bestreiten zu dürfen“, weiß der Brachbacher Coach, was in dieser Saison bislang geleistet wurde und wofür jetzt eine erste Ernte einhefahren werden kann.

Vorentscheidenden Charakter bekommt die Partie, wenn der TuS drei Punkte vom ehemaligen Zweitligisten mitnimmt. Dass weisen die Erndtebrücker bei einem ausgetragenen Spiel weniger fünf Zähler Vorsprung auf die Ahlener auf. Und das kann dann schon mehr als nur die halbe Miete sein.

Florian Schnorrenberg rechnet so nicht. Er deutet auf die Liste, auf der nach der Ahlen-Partie noch sechs schwere Spiele des Oberliga-Restprogramms stehen. „Wir sind auch nicht so vermessen, dass wir uns als Favorit in Ahlen sehen“, schiebt Schnorrenberg diese Bürde geren von sich.

Die Bilanz aus sechs Siegen in den letzten sieben Spielen aber spricht eindeutig für den TuS, der auf eine Ahlener Mannschaft trifft, die die beiden letzten Heimspiele verlor - gegen Ennepetal 1:2, gegen Bielefeld 0:3. Dagegen stehen die klaren Siege in Hüls (5:1) und Hamm (3:0).

Aber es war auch ein Mammut-Programm, das die Ahlener in den vergangenen Wochen zu absolvieren hatten. Wenn es gegen Erndtebrück geht, steht die Mannschaft von Trainer Marco Antwerpen zum vierten Mal innerhalb von zwölf Tagen auf dem Platz.

Welche Vorteile das für die Wittgensteiner bringt, wird sich zeigen. In Sachen Personal stehen die Zeichen schlecht um Sebastian Wasem, den eine Bauchmuskelzerrung plagt, und Leonardo Ribeiro, dessen Oberschenkel-Muskulatur weiterhin zu ist. Mit Innenband-Problemen fällt Ryo Kaminishi weiterhin aus.

Nach dem Ahlen-Spiel stehen arten noch sechs Partien auf den TuS Erndtebrück:

Beim FC Gütersloh am Mittwpch, 13. Mai (19 Uhr);

gegen SC Roland (17. Mai);

bei Arminia Bielefeld II (Pfingstmontag, 25. Mai);

gegen Eintracht Rheine (Samstag, 30. Mai);

bei Westfalia Herne (7. Juni),

und gegen den FC Gütersloh (14. Juni).