TuS Ferndorf steht vor taktischer Herausforderung im neuen Jahr

Da jubelt der TuS Fermdorf. Zwölf Siege in Serie sammelten die Handballer.
Da jubelt der TuS Fermdorf. Zwölf Siege in Serie sammelten die Handballer.
Foto: WP

Ferndorf..  Das neue Jahr kann kommen für den Handball-Drittligisten TuS Ferndorf. Trainer Erik Wudtke ist zuversichtlich und hoch zufrieden mit 2014. „Wir haben den Umbruch vor dieser Saison überraschend gut hin bekommen. Damit hat wohl kaum jemand im Verein gerechnet.“

Mit den „Alten“ im Team hatte der TuS die Saison 2013/2014 bestritten und lange um den Titel und den direkten Wiederaufstieg in Liga zwei gekämpft. Erst auf der Zielgeraden hatte sich Bayer Dormagen abgesetzt, das Rennen für sich entschieden.

Die Abgänge der langjährigen Leistungsträger wie Dennis Aust, Tim Hilger oder die Gebrüder Sijaric, die zu echten Institutionen im rot-weißen Dress heran gewachsen sind, waren durchaus gewollt. Sie führten zur drastischen Verjüngung des Teams, zu neuen Gesichtern.

„Zu diesem Zeitpunkt“, blickt der Trainer zurück, „hatte wohl niemand damut gerechnet, dass wir diesen Übergang so reibungslos hin bekommen würden.“ Nach dem Holperstart mit den Niederlagen in Halver und gegen Leichlingen wuchs die Mannschaft zusammen, verlor bis zum Jahresende kein Spiel mehr und führt - nach Minuspunkten das Feld an.

Der große Konkurrent in dieser Saison heißt VfL Eintracht Hagen, der Platz eins wegen eines mehr ausgetragenen Spiels übernommen hat - aber schlagbar ist. Beeindruckend haben die Ferndorfer das beim 31:21-Hinspielsieg am 12. Oktober unter Beweis gestellt.

Im Februar geht es in der Hagener Ischelandhalle zum Rückspiel. Bange wird dem TuS davor nicht. Auch die verletzungs- bzw. krankheitsbedingten Ausfälle rauben Erik Wudtke vor dem Jahreswechsel nicht den Schlaf.

„Wir werden uns taktisch umstellen müssen“, nimmt er vorweg, was ab Sonntag im Vorbereitungs-Programm auf seine Mannen zukommen wird. Denn der „frische“ Ausfall von Linkshänder Niklas Weis und kommt erschwerend zum Verlust von David Breuer hinzu, der nach der im Sommer gestellten Hodenkrebs-Diagnose noch keine Comeback-Gedanken hegt.

Abwehr ist Pfund

Das Ferndorfer Pfund ist die Abwehrarbeit. „Wenn uns vorne die Torschützen fehlen, müssen wir hinten näher zusammenrücken“, drückt der Coach vereinfacht das aus, was er als Kompensations-Arbeit bis zum Jahresauftakt am Freitag, 9.Januar, gegen Schalksmühle/Halver erreichen will.

Wudtke: „Die Aufgaben des fehlenden Linkshänders auf der halbrechten Position - Rechtsaußen Kevin John ist jetzt der einzige - müssen eben von Rechtshändern übernommen werden.“

Er denkt da zum Beispiel an Julian Schneider, der in seinen Einsätzen schon bewiesen hat, dass er das kann. Und vielleicht hat das Ganze ja auch den Effekt der schlechteren Ausrechenbarkeit des Ferndorfer Spiels.

Die Neuzugänge - neben Niklas Weis - Daniel Mestrum und Torhüter Lucas Puhl sind voll eingeschlagen, bilden mit dem verbliebenen Gerüst bereits eine homogene Einheit. „Gut auch, dass die erfahrenen Alex Koke und Simon Breuer ihre ganze Kraft für das Team einsetzen, das ingesamt hervorragend harmoniert.

„Es wird ein knallharter Kampf“, weiß Erik Wudtke, der neben den Hagenern auch Krefeld und Leichlingen noch auf der Meister-Rechnung hat.