TuS Ferndorf mit besten Chancen

Ferndorfs Kreisläufer Mattis Michel im Spiel gegen Hamm.
Ferndorfs Kreisläufer Mattis Michel im Spiel gegen Hamm.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Nach dem zweiten Platz beim Turnier in Düsseldorf hat die Handball-A-Jugend des TuS Ferndorf weiter beste Chancen, sich für die A-Jugend-Bundesliga zu qualifizieren. Am Wochenende sind die Kreuztaler Gastgeber beim nächsten Turnier.

Düsseldorf..  Die Handball-A-Jugend des TuS Ferndorf wandelt auf den Spuren die ersten und zweiten Mannschaft, die ja schon den Aufstieg in die 2. Liga bzw. Oberliga perfekt gemacht hat. Zwar gelang beim Turnier in Düsseldorf nicht der angestrebte erste Platz und damit der direkte Sprung in die Oberliga, aber die zwei erkämpften Siege sind eine glänzende Basis für diese Qualirunde von sechs Mannschaften, werden sie doch in die Wertung mit einbezogen. Außerdem genießen die Schützlinge von Alec Orlov am kommenden Wochenende Heimrecht.

Gleich das erste Match am Samstag gegen die JSG NSM Nettelstedt, die als Zweiter hinter der HVE Villigst-Ergste ebenfalls mit 4:0-Punkten in diese Endrunde einsteigt, kann entscheidende Bedeutung haben. Weitere Gegner sind am Sonntag die TSG Altenhagen-Heepen und der Neusser HV. Die beiden Erstplatzierten sind sicher in der Bundesliga.

Weil Coach Orlov auf Leon Sorg, den früh verletzten Jan-Niklas Klein und den B-Jugendlichen Linus Michel verzichten musste, zudem Sören Dischereit durch einen dicken Finger gehandicapt war, fehlten die Alternativen, um die Landeshauptstädtern mehr als 30 Minuten Paroli zu bieten.

Am Samstag stand zunächst der Vergleich mit der SG Hamm an. Die agierte mit Manndeckung für TuS-Goalgetter Tim Kolb und profitierte davon, dass Schlussmann Marvin Müller kaum eine Hand an den Ball bekam. Seine Steigerung im zweiten Abschnitt war ausschlaggebend dafür, dass aus dem knappen 14:13 ein 30:24 wurde. Kolb ragte trotz der Sonderbewachung mit 14 Toren heraus, was ihm im ersten Sonntag-Spiel gegen ART Düsseldorf wieder einen „Schatten“ bescherte.

33 Tore von Tim Kolb

Spielerisch konnte der TuS mithalten, verteidigte zunächst auch ordentlich, aber diesmal gab es bei Müller im Kasten keine Steigerung. Die athletischen und großgewachsenen Rheinländer setzten sich im zweiten Abschnitt auf fünf Tore ab, hätten aber durchaus noch in Schwierigkeiten kommen können, denn die von Orlov vorgenommene offene Deckung bescherte eine Hand voll Ballgewinne und Konterchancen, die aber alle vergeben wurden. So durfte sich die ART am Ende über ein 31:23 (14:13)-Erfolg und den Bundesliga-Aufstieg freuen.

Die frustrierten Kreuztaler hatten ihrerseits Mühe, sich für die letzte Auseinandersetzung mit Eintracht Hagen zu motivieren. Gegen die schwächste Mannschaft hieß es zur Halbzeit nur 13:13. Doch nach einer Standpauke des Trainers zeigte der TuS sein wahres Gesicht. Der Halbrechte Erik Irle (neun Tore) blühte auf, außerdem präsentierten sich die Kreisläufer Matthis Michel und Marc Weigelt in Topform, brachten es in diesem Match auf 14 Treffer, so dass unterm Strich noch ein souveränes 35:26 heraussprang.

TuS: Müller (Knüppel); Kolb (insgesamt 33/11), M. Michel (17), Irle (16), Weigelt (8), Haupt (5), Dischereit (4), Rath (3), Schmidt (1), Siegle (1), Klein.