TuS Ferndorf II in der Oberliga - 24:23 gegen RSVE Siegen

Der TuS Ferndorf II steigt in die Oberliga auf! Die Kreuztaler gewannen das dramatische Finale in der Handball-Verbandsliga gegen den Nachbarn RSVE Siegen mit 24:23.

Kreuztal.. Mit 24:23 (10:10) gewinnt die Reserve des TuS Ferndorf das Finale um die Verbandsliga-Meisterschaft und stürzt den RSVE Siegen nach großem Kampf ins Tal der Tränen. „Familie Ferndorf, Familie TuS“, tönt es aus dem Lautsprecher – wie vor einer Woche. Oberliga mit der zweiten Mannschaft. Der größere Kader gibt in diesem Endspiel den Ausschlag.

1004 Zuschauer in der ausverkauften Halle

Die Halle picke-packe voll – genau waren es 1004 Besucher -, Stimmung wie beim Volksfest, Schlachgesänge hüben wie drüben. Das Finale hielt, was es versprach. Zumindest in Sachen Stimmung. Die Mannschaften gingen hoch konzentriert in die Partie. Die selben Spielysteme mit der viel gerühmten offensiven Abwehr machte es den Angreifern schwer. Und kam mal einer durch, wurde beherzt zugegriffen. Ähnlich wie im von den Siegenern in eigener Halle gewonnenen Hinspiel gab es vor der Pause ein stetes Hin und Her mit leichten Vorteilen der alles aufbietenden Ferndorfer. 7:5 führte der TuS nach 18 Minuten, 10:8 nach 27. Doch der RSVE ließ sich nicht abhängen.

11:11 zur Halbzeit

Julian Schneider, Kevin John, Patrick Bettig und Tim Sartisson aus dem Kader des Drittliga-Meisters wurden besonders attackiert, ohne dabei die Grenzen zu sprengen. Auf der anderen Seite ging es ebenso zur Sache. Youngster Tim Kolb auf Seiten der Siegener war mit fünf Treffern erfolgreichster Schütze in den ersten 30 Minuten, in denen die beiden erfahrenen Referees Frederic Linker und Sascha Schmidt alle Hände voll zu tun hatten.

Die zweimalige Zwei-Tore-Führung glichen die Siegener jedenfalls mit der nötigen Ruhe wieder aus. So stand – wie im Hinspiel – bei der Pausensirene das Remis. 11:11 hatte es in der Rundturnhalle nach 30 Minuten geheißen, jetzt traf jede Seite einmal weniger. Verbissen wurde um jeden Ball, jeden Zentimeter gekämpft. Hier steht eben alles auf dem Spiel, was man sich im Laufe der Saison erarbeitet hat.

RSVE kann sich nicht absetzen

Die zweite Hälfte begann mit Vorteilen der Siegener. 12:10 und 13:11 ging der RSVE in Front, erstmals mit zwei Toren. Absetzen aber konnte man sich nicht. Zu viele Fehler, zu viele Ballverluste. Auch ein Mann vom Kaliber eines Alen Sijaric ließ sich überraschender Weise von der Nervosität anstecken. Ihm gelangen zwei Feldtore, scheiterte von der Siebenmetermarke. Auf der anderen Seite tat es ihm der beste Verbandsliga-Torschütze, Kai Ronge, gleich.

Kaum eine geglückte Aktion – wie Sijaric traf er nur zwei Mal. Dafür waren andere zur Stelle. Patrick Bettig und Kevin John rissen es für den TuS aus dem Feuer. Julian Schneider schaffte in einem immer zerfahrener werdenden Spiel den Ausgleich. 13:13 (39.). Noch zwei Mal schaffen die Gäste die knappe Führung. 16:15 (43.), Tristan Graeber trifft von der Marke, 17:16 drei Minuten später durch Milos Grujicic. Mehr und mehr aber macht sich die dünne Spielerdecke bemerkbar. Hinzu kam, dass sich zum Beispiel ein Frieder Krause nicht in Szene setzen, wie gesagt, auch Alen Sijaric dem Spiel keinen Stempel aufdrücken konnte.

Enttäuschung bei Eiserfeld

Der TuS schöpfte im Vergleich dazu aus dem Vollen. Nach einigem Hin und Her, ständigen Unterbrechungen bringt Bettig die „Roten“ sechs Minuten vor Schluss erstmals in Front (19:18), John legte zum 20:18 nach, nachdem Johannes Hochreuther zwei Mal von der Linksaußen-Position an Keeper Broszinski gescheitert war.

Tim Kolb trifft von der Marke (20:19), vier Minuten noch. Doch das war’s aus Sicht der Siegener für lange Zeit. Zwei Mal macht Kevin John das Tor für die Hausherren – 22:19 in der 57. Minute. Das war´s dann wohl. Kai Ronge legt das 23:19 nach. Zwar gelingt dem RSVE in den letzten Sekunden die Resultatsverbsserung – zu spät. Der TuS holt mit beiden Männer-Teams den Titel.: 2. Liga und Oberliga.

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