TuS Erndtebrück fehlt das Glück des Tüchtigen
13.11.2011 | 23:12 Uhr 2011-11-13T23:12:00+0100
Erndtebrück.Nach dem Abpfiff musste auch Duisburgs Trainer Djuradj Vasic einräumen: „Wir haben heute nicht so zu unserem Spiel gefunden und mit Glück drei Punkte mit nach Hause genommen.“ Für dieses Statement konnte sich der TuS Erndtebrück aber letztlich nichts kaufen - die Fakten sind ernüchternd: 0:1-Niederlage gegen den MSV Duisburg II durch ein Freistoßtor in der 27. Minute durch Haluk Türkeri, damit die fünfte Niederlage für die Wittgensteiner in Folge, die elfte Saisonschlappe insgesamt und somit weiterhin das Dasein als Tabellendrittletzter.
Nein, der Fußballgott wachte gestern nicht über dem Pulverwald, denn ansonsten hätte die Mannschaft von Trainer Peter Cestonaro nach 90 Minuten zumindest einen Punkt, wenn nicht sogar einen Sieg verdient gehabt. Doch nun hat den TuS Erndtebrück auch noch das Glück verlassen und Co-Trainer Bernd Kämpf fasste das Heimspiel vor 230 Zuschauern so zusammen: „Wenn du unten drin stehst, dann verlierst du auch solche Spiele, in denen du eigentlich besser bist. Das ist bitter, aber nicht zu ändern.“
Cheftrainer Peter Cestonaro sorgte bereits vor dem Anpfiff mit einer Überraschung: Stürmer Markus Waldrich saß auf der Bank. Er hatte unter der Woche wenig trainiert und dann bekundet, „es reicht bei mir wohl nur für eine halbe Stunde“. Und diese halbe Stunde wollte sich Cestonaro für später aufheben.
Die Wittgensteiner kamen gegen den Tabellensiebten recht gut ins Spiel, hatten auch in der ersten halben Stunde ein dickes Chancenplus: In der 8. Minute vergab Sebastian Nachilo mit einem Schuss, drei Minuten später zischte der Freistoß von Marco Maser am langen Pfosten vorbei und als in der 20. Minute Manuel Jung einen Angriff über die rechte Seite abschloss, da parierte Duisburgs Torwart. Duisburg kam eigentlich nur ein Mal richtig gefährlich vors TuS-Tor und dann war der Ball drin: 26. Spielminute, Freistoß aus 17 Metern. Haluk Türkeri haut den Schuss in den Winkel, der Ball war in der Mauer noch abgefälscht und deshalb unhaltbar für Torwart Göran Renner. Erndtebrück mit 0:1 zurück - das stellte den Spielverlauf fast auf den Kopf.
Doch Erndtebrück steckte nicht auf, hatte im ersten Durchgang noch durch Maser (35./Freistoß) die Chance zum Ausgleich. Die größte Möglichkeit hatte der TuS nach der Halbzeit. Es war die 63. Minute, da kam Timo Dreisbach auf halblinks durch, doch sein Schuss klatschte nur an den Außenpfosten. Spätestens jetzt wäre der Ausgleich verdient gewesen.
Meiswinkel scheitert frei vor dem Kasten
In den letzten Minuten warf Erndtebrück noch mal alles in die Waagschale, hatte durch Meiswinkel eine Hundert-Prozent-Chance fünf Minuten vor Schluss. Göran Renner verhinderte das zweite Gegentor des Tages, als er in der 87. Minute bärenstark gegen den heranstürmenden Haluk Türkeri klärte. Fazit: es war eine klare Leistungssteigerung der Erndtebrücker – doch es reichte nicht für einen Erfolg.
STATISTIK
TuS Erndtebrück: Göran Renner – Manuel Jung, Torben Schneider, Falko Wahl, Nicolas Meiswinkel – Julian Kapitza, Sebastian Nachilo, Paul Wadolowski (72. Markus Waldrich), Marco Maser (46. Steve Meißner), Sven Hinkel, Timo Dreisbach (80. Patrick Diehl) Trainer: Peter Cestonaro.
MSV Duisburg II: Lenz, Akarca (65. Basol), Martinovic, Aksoy, Türkeri, Hennen, Bomheuer, Schöne, Dej (75. Hippeln), Saletin, Somuah (65.Reinert).Trainer: Djuradj Vasic.
Tor: 0:1 Haluk Türkeri (26.). Schiedsrichter: Marc Frömel (Ibbenbüren). Zuschauer: 230.
0mitdiskutieren