TSV Weißtal will es packen

Nach dem 1:2 in Grünenbaum - hier eine Szene mit Torschütze Daniel Singhateh, darf der TSV Weißtal weiter auf den Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga hoffen.
Nach dem 1:2 in Grünenbaum - hier eine Szene mit Torschütze Daniel Singhateh, darf der TSV Weißtal weiter auf den Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga hoffen.
Foto: Mark Sonneborn
Was wir bereits wissen
Nach der 1:2-Niederlage im ersten Aufstiegsspiel am Donnerstag beim TuS Grünenbaum lebt die Hoffnung beim TSV Weißtal. Am Sonntag steht nun das entscheidende zweite Relegationsspiel an. Anstoß ist um 15 Uhr in der Henneberg-Arena. Erwartet werden zwischen 500 und 800 Zuschauer.

Gernsdorf..  Mehr als 100 Zuschauer unterstützten den TSV Weißtal am Donnerstagabend im ersten Aufstiegsspiel zur Fußball-Bezirksliga beim TuS Grünenbaum. Auf dem „Kreisch“ zog es mal wieder wie Hechtsuppe, aber trotz der 1:2-Niederlage gegen den Meister der Kreisliga A Lüdenscheid gehen die Weißtaler mit Rückenwind in die entscheidende zweite Begegnung am Sonntag in der Henneberg-Arena in Gernsdorf (15 Uhr).

Trainer Alfonso Rubio Doblas jedenfalls versprüht nach wie vor viel Zuversicht: „Ich bin optimistisch, dass wir es noch packen. Wir haben ein Heimspiel und unsere Zuschauer im Rücken.“ Der TSV erwartet eine große Kulisse und noch mehr als die rund 500 Besucher am Donnerstagabend mitten im Grünen und fernab jeglichen städtischen Charakters im Halveraner Ortsteil Grünenbaum. „Wenn das Wetter mitspielt, werden es vielleicht sogar 800 Zuschauer“, hofft Rubio Doblas auf lautstarke Unterstützung, durch die seine Mannschaft noch mehr beflügelt werden soll.

„Wir dürfen kein Harakiri spielen“

Jedenfalls hat der TSV Weißtal weitaus bessere Karten als vor rund einem Jahr der 1. FC Kaan-Marienborn II in den Aufstiegsduellen mit dem TuS Plettenberg. Die 0:3-Bürde aus dem Hinspiel war für die Käner zu groß, die am Ende den Sprung über diesen Umweg in die Bezirksliga verpassten, es jetzt aber bekanntlich auf direktem Weg, nämlich als Meister der Kreisliga A Siegen-Wittgenstein, schafften.

Dieses 1:2, es ist für Rubio Doblas und sein Team ein zweischneidiges Schwert. Angesichts der auch auf diesen Ebenen angewendeten Europapokal-Arithmetik – bei Punkte- und Toregleichstand zählen die auswärts erzielten Treffer – würde Weißtal ein schmutziges 1:0 reichen. „Deshalb war unser Auswärtstor wichtig, aber das Ergebnis ist natürlich auch gefährlich“, warnt Rubio Doblas und fordert seine Mannschaft auf: „Wir dürfen kein Harakiri spielen!“ Neben der Heimstärke vertraut der TSV-Coach den konditionellen Vorteilen seines Teams, die er am Donnerstag erkannt haben will: „Grünenbaum ging am Ende doch ganz schön auf dem Zahnfleisch.“

Die Konstellation verspricht ein spannungsgeladenes zweites Finalspiel in der Henneberg-Arena.