TSV ist zum Siegen verdammt

Wingeshausen..  Der Abwehrchef kehrt nach seiner abgesessenen Gelb-Rot-Sperre in die Abwehr zurück – und Simon Henkel wird im Heimspiel gegen den TuS Plettenberg (So., 15 Uhr) auch dringend benötigt. Beim jüngsten 2:5 in Langenholthausen ging der Abwehr des abstiegsbedrohten Fußball-Bezirksligisten TSV Aue-Wingeshausen jegliche Stabilität ab. Schon in den ersten Wochen der Rückrunde musste Henkel eine Rotsperre abbrummen.

„Er ist aber kein unfairer Spieler“, verteidigt Trainer Marco Schneider seinen Kapitän. Er sieht die Platzverweise den Spielsituation geschuldet. „Simon muss weit mehr brenzlige Zweikämpfe führen, als üblich und gut ist“, erklärt der Trainer und fügt hinzu: „Das sind dann oft Situationen, wo man nicht zurückziehen kann. Und bei der Summe solcher Zweikämpfe sind dann auch mal Fouls dabei.“

Trend spricht für Plettenberg

Ziel des Trainers ist aktuell, die Männer in der letzten Linie nicht mehr so häufig in die Bredouille zu bringen. „Wir müssen uns stabilisieren, besser stehen und vor allem die Ballverluste im Aufbau minimieren“, so Schneider, der sich freut, dass mit Rene Stremmel und Marcel Euteneuer zwei weitere spielstarke Spieler ins Team zurückkehren. „Wenn uns das gelingt, sind wir für eine Überraschung gut“, sagt der Auer. Im Klartext: Er sieht seine Mannschaft gegen den Aufsteiger als Außenseiter.

Und tatsächlich: Der Trend spricht gegen Aue-Wingeshausen. Der TSV hat im neuen Jahr noch kein Spiel gewonnen, Plettenberg noch keines verloren – und sich von der Abstiegszone ins gesicherte Mittelfeld (9. Platz/27 Punkte) abgesetzt. Am Druck, der auf Aue-Wingeshausen lastet, ändert dies aber nichts. Der Rückstand zu den Nichtabstiegsplätzen beträgt zwar „nur“ drei Punkte, doch nach dem Spiel gegen die Märkischen warten auf Aue-Wingeshausen mit Brilon, Eslohe und Birkelbach drei Spitzenmannschaften. Trainer Marco Schneider betont deshalb: „Wir müssen, um überhaupt unsere Chancen zu wahren, drei Punkte einfahren“