Talentschmiede und Sprungbrett
25.01.2012 | 22:23 Uhr 2012-01-25T22:23:00+0100
Kreuztal-Krombach.Was vor nunmehr 38 Jahren begann, ist zu einer Erfolgsgeschichte des heimischen Sports geworden. Im Jahre 1974 wurde die Siegerländer Kunstturnvereinigung, vor allem durch das Engagement des im vergangenen Jahr gestorbenen Ehrenvorsitzenden Helmut Schweisfurth, ins Leben gerufen.
„Die Kunstturnvereinigung mit ihren Mitgliedsvereinen und der Zusammenarbeit mit dem Siegerland-Turngau hat sich zu einem festen Bestandteil des Turnens im Kreis Siegen-Wittgenstein entwickelt. Sie ist zu einer Plattform geworden, die es jedem talentierten Nachwuchssportler ermöglicht, sich ausbilden zu lassen und bis in die Spitze des Deutschen Turnens aufzusteigen“, erklärte der SKV-Vorsitzende Uwe Hackler bei der Jahresabschlussfeier mit Sportlerehrung im Hotel „Zum Anker“ in Krombach.
„Wir turnen seit zehnJahren in der zweit- höchsten DTL-Klasse“
Uwe Hackler betonte jedoch auch, dass es aufgrund der Veränderungen im Schulsystem nicht gerade leicht sei, talentierten Nachwuchs zu entdecken und zu fördern. „Wir haben jedoch mit den Projekten Talent- und Nachwuchssichtung von Klaus Dieter Kroel und Nasser Gholi sowie dem AOK-Turncup wichtige Instrumente zur Nachwuchsfindung ins Leben gerufen. Jetzt wollen wir noch einen Nachwuchskoordinator einbinden und zwei qualifizierte Trainer im Kunstturnen ausbilden.“
Historisch sei das Sportjahr 2011 für die SKV auch deshalb gewesen, weil das Turnzentrum in Dreis-Tiefenbach zur Turntalentschule des DTB und zu einem von insgesamt bundesweit nur fünf DTB-Turnzentren ernannt wurde. Besonders freute sich der ehemalige Spitzenturner Hackler, dass die Jugend-Mannschaft mit Nico Ermert (TV Freudenberg), Falk Daniel Uhlig (TG Friesen Klafeld-Geisweid), Linus Hof (TV Eichen) und Tom Gaebel (TV Neunkirchen) beim hochkarätig besetzten Austria Future Cup im österreichischen Linz den 14. Platz unter 20 Mannschaften belegte und somit eine tolle internationale Premiere feierte.
Die SKV hat mit dem neuen Trainer Dan Burinca, einem rumänischen Nationalturner, einen geeigneten Nachfolger für Sascha Münker gefunden. „Ich möchte mich aber nicht nur bei den Sportlern, Trainern und Sponsoren für ihr Engagement bedanken“, sagte Hackler, „mein Dank gilt auch allen Eltern, die ihre Kinder trotz des erheblichen Zeitaufwands bis zu sechs Mal in der Woche nach Dreis-Tiefenbach zum Training fahren.“
Herausragend war natürlich wieder die Riege der SKV in der Turnliga. Hackler: „Wir turnen seit über zehn Jahren in der zweithöchsten DTL-Klasse, der 2. Bundesliga.“
Hackler hob die Leistungen von Jonas Rohleder, der zum „Sportler des Jahres“ von der SKV gewählt wurde, Philipp Herder, Jonas Toeback, Steven Liesenborg, Sebastian Spies und insbesondere Jan Mencke hervor – „der Jan ist jetzt wohl der bekannteste Siegerländer Turner an den Ringen, dank des Plakate der Sparkasse...“
Nico Ermert und Falk-Daniel Uhlig seien ins „kalte Wasser“ geworfen worden und hätten ihre Sache richtig gut gemacht, und mit Linus Hof und Dennis Loch sei der Nachwuchs in den Startlöchern. Linus Hof wurde in Richtung Bundesleistungsstützpunkt Berlin verabschiedet, Hackler: „ein großer Schritt für ihn...“
Im Anschluss ehrte der SKV-Ehrenvorsitzende Jürgen Althaus die besten Turner des Jahres. Ein Geschenk für ihren Einsatz bekamen die „Physios“ mit Falk Uhlig und Gerold Fick. Hackler: „Das sind die, bei denen wir hoffen, sie ganz, ganz selten in Anspruch nehmen zu müssen!“
DIE EHRUNGEN
„Sportler des Jahres 2011“: Jonas Rohleder. Nach langer Verletzungspause hat er sich wieder der deutschen Spitzenklasse genähert. So gewann er im November 2011 die B-Kader-Qualifikation mit einem fast fehlerfreien Wettkampf. Trotz starker internationaler Konkurrenz war er der beste Turner der 2. Liga Nord.
„Nachwuchsturner des Jahres“: Nico Ermert (TV Freudenberg). Nach Verletzungen im Jahr 2010 folgte der „Neuanfang“. Er kämpfte sich wieder heran, zählte zum festen Kader in der 2. Bundesliga und sprang für Jonas Rohleder ein. Beim Deutschland-Cup zeigte er die beste Jahrgangsleistung im Kürsechskampf.
„Aufsteiger des Jahres“:
Falk Daniel Uhlig (TG Friesen Klafeld-Geisweid). Auch er musste verletzungsbedingt 2010 zurückstecken, arbeitete sich dann aber ins Team zurück und kam zu drei Liga-Einsätzen (maximale Anzahl für ihn als C-Kader-Mitglied des DTB). Stellte sich stets in den Dienst der Mannschaft.
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