SVO freut sich über die neue Gesellschaft

Ski-Inline-Rennen des SV Oberes Banfetal, Zoe Abrams vom SC Rückershausen
Ski-Inline-Rennen des SV Oberes Banfetal, Zoe Abrams vom SC Rückershausen
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Hesselbacher sind beim Heimrennen um den Regio-Ritter-Cup mit sieben Siegen der stärkste Verein.

Hesselbach..  Anlässe zur Freude gab es beim Ritter-Regio-Cup in Hesselbach viele für Andre Lehmann, Ski-Inline-Referent und -Trainer beim SV Oberes Banfetal. Doch nicht der Siege seiner Töchter Marie-Theres und Anna-Sophie, die Bilanz als stärkster Verein beim „Heimrennen“ oder der reibungslose Ablauf des Slalomrennens auf der Hesselbacher Straße waren das, was den Fischelbacher am meisten strahlen ließen. Es waren die 16 Starterinnen in der Klasse U10, die Andre Lehmann hervorhob: „Da sieht man, dass die Maßnahmen des Verbandes Früchte tragen.“

Angesichts sinkender Teilnehmerzahlen bei seinen Rennen entschied der Westdeutsche Skiverband vor zwei Jahren, auf eine Entwicklung in der Breite zu setzen. Lehmann: „Es gibt keinen Kader, in dem zehn gute Fahrer aus einer Zahl von fünfzig hervorgehoben werden, wodurch die restlichen vergrault werden. Stattdessen gibt es ein gemeinsames Training, das gefördert wird. Es ist wichtig, dass wir jetzt kein Gegeneinander haben.“

Genauer: Aus den geringen Mitteln des WSV – Ski-Inline erhält als nicht olympische-Disziplin kaum Fördergelder – wurde Trainingsmaterial angeschafft, das den Vereinen zur Verfügung gestellt wird. Gestern kamen beim SVO erstmals die „Kurzkippstangen“ zum Einsatz, so dass die jüngsten Inline-Sportler diesmal auch ohne „harten“ Einsatz den Berg hinunter kamen.

Im Feld der weiblichen U10 waren übrigens zwei heimische Vereine dabei, die bisher beim Inline-Slalomrennen in Hesselbach nicht vertreten waren und in diesem Jahr erstmals Sportler durch den Stangenwald auf Asphalt schicken. Für den SC Rückershausen starteten Zoe Abrams sowie Antonia Ulrich, der TuS Erndtebrück war mit Paula Busch dabei. Einen eigenen Trainer haben die Vereine nicht.

„Alleine hätten wir keine Chance gehabt, das so schnell auf die Beine zu stellen. Wir machen das über die Trainingseinheiten des Skibezirks“, erklärt Alexander Ulrich, zweiter Sportwart Alpin beim SC Rückershausen, der dies in doppelter Hinsicht wichtig findet. Zum Einen dient der Ski-Inline-Slalom als Ausgleich und als Trainingsersatz für den Winter, denn die Bewegungsabläufe bei Ein- und Ausfahrt sind ähnlich. Zum Anderen wird der Nachwuchs so überhaupt bei der bzw. den Stangen gehalten. Ulrich: „Wenn wir den Kindern im Sommer nichts anbieten, dann sind sie weg.“

Mädchen klar in der Überzahl

Bei den Jungen trifft dies noch stärker zu als bei den Mädchen – Stichwort Fußball. „Die können das ganze Jahr spielen und der DFB macht das mit der Nachwuchswerbung geschickt“, hat Gerhard Blecher vom SVO festgestellt. Die 260 Meter lange Strecke in Hesselbach nahmen mehr als doppelt so viele weibliche Starterinnen als männliche unter ihre schnellen Rollen.

Bei den heimischen Vereinen gilt dies verstärkt. Zwar holten der Hesselbacher Maxi Löw (U14) als zweitbester männlicher Starter überhaupt sowie der Erndtebrücker Julian Menke (U10) Siege in ihren Klassen, doch beide starten für den SK Winterberg. Auch der SV Oberes Banfetal hatte mit Louis Gütting (U12) und Scott Gerhard(U6) zwei siegreiche Schüler in seinen Reihen.

Die auf nationaler Ebene vertretenen Asse des SVO sind aber fast alle weiblich und überzeugten auch gestern. Nationalfahrerin Marie-Theres Lehmann (U16) fuhr eine saubere Linie und schaffte fast jedes Mal zwischen den 6,5 Meter auseinander stehenden Stangen noch einen Beschleunigungsschritt – damit war sie sowohl im ersten als auch im zweiten Lauf schnellste Frau.

Auch ihre Schwester Anna-Sophie in der U16 sowie Isabell Gütting in der U14 wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. In der U14 und U12 blieb der SVO auf dem Treppchen sogar gänzlich unter sich.

Schulung der Geschicklichkeit

Etwas „bunter“ ging bei der Siegerehrung des Skitty-Cups zu. Dort ging es nicht bergab, sondern in der Ebene um die Schulung der Geschicklichkeit. Neben Slalom-Metern absolvierten die Kinder dort unter anderem einen „Hürdenlauf“, „Bankspringen“ und mehrere Rampen – und alle hielten am Ende einen Preis in Händen und hatten Grund zum Strahlen. Lehmann: „Und das ist doch die Hauptsache.“