SV Feudingen trauert um Henry Leibelt

Feudingen..  Es war ein unglaublicher Schock, als der SV Feudingen vom Tode seines Freundes erfuhr. Henry Leibelt starb im Alter von nur 51 Jahren. Am Pfingstmontag beim Spiel gegen Banfe stand Leibelt zum letzten Male im Kassenhäuschen. Die allerletzten Worte, die Leibelt zu Papier bzw. zur Tafel brachte, hatten mit Fußball zu tun. Am jenem Spieltag schrieb er – wie immer – mit weißer Kreide die Spieltags-Ergebnisse auf die große Tafel.

Henry Leibelt war viele Jahre Platzkassierer und Vorstandsmitglied, übte seine Ämter mit Leib und Seele aus. Außerdem hat er sich in stets fairer Weise um die Spielanalysen für die Zeitungen gekümmert. Typisch für seinen Humor war die Abkürzung für den TuS Erndtebrück III. Die Mannschaft wurde mit einem Augenzwinkern kurz in EEW (Erndtebrücker Eisenwerke) umbenannt. Leibelt hat in seiner Zeit als Briefträger immer einen kleinen, handschriftlichen Gruß auf der Rückseite eines Briefumschlags parat gehabt. Für Schalke-Fans stand dort ein „Glück Auf“.

Kurz nach Leibelts Tod beschloss der SV Feudingen die Tafel, die vom besagten Montag noch nicht ausgewischt war, in einen Rahmen zu fassen. Dieser hängt im Vereinsheim – eine ehrvolle Geste für einen lieben, unvergessenen Sportkameraden.