Stunde der Wahrheit für Katharina Heinz

Die Seelbacherin Katharina Heinz bangt um die Teilnahme an der Skeleton-WM in Winterberg.Foto: Getty Images
Die Seelbacherin Katharina Heinz bangt um die Teilnahme an der Skeleton-WM in Winterberg.Foto: Getty Images
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Die Skeleton-Pilotin aus Seelbach hat am Samstag in Oberhof die letzte Chance, die erforderliche Startzeit zu schaffen. Gelingt ihr dies nicht, dürfte es mit einer Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Winterberg nicht klappen.

Seelbach/Winterberg..  Sie müssen nachschwitzen. Und dabei geht es knallhart zur Sache: Sprinten, springen und stemmen sind angesagt. Für die Seelbacherin Katharina Heinz (RSG Hochsauerland, Foto) und Alexander Gassner (BSC Winterberg) geht es um sehr viel: Die beiden Skeletonis wollen sich ihren Traum von der Heim-Weltmeisterschaft Ende Februar in Winterberg erfüllen, nachdem beide zunächst nicht für die Weltcup-Teams nominiert wurden.

„Die Chancen sind da, wir wollen sie nutzen“, sagt ihr Athletik-Trainer Jens Schulze. Der ehemalige Weltklasse-Zehnkämpfer nimmt beide Sportler im Paderborner Ahornpark knallhart, aber mit Augenmaß ran. Und dabei geht es im Ringen um die vom Verband vorgegebenen Startnormen um jede hundertstel Sekunde. „Beide haben das Potential. Besonders Alex ist hochveranlagt.“

5,00 Sekunden sind gefordert

4,35 Sekunden für Gassner und 5,00 Sekunden für Heinz sind die Zeiten, die beide auf Eis, mit fliegendem Start und mit Schlitten über 30 Meter, erreichen müssen. An diesen Normen haben sich beide bisher buchstäblich die Beine „verrenkt“. „Die Startzeiten sind brutal“, sagt Schulze. „Im Skeleton- und Bobsport sind sie wichtig, aber nicht allein entscheidend. Die Athleten müssen auch sauber fahren können. Auch das müsste man bei der Nominierung der Weltcup-Teams berücksichtigen.“

DM Anfang Januar in Winterberg

Dass Gassner (25) und Heinz (27) exzellente Fahrer sind, daran bestehen kein Zweifel. Nur die Startnorm fehlt. Heute haben sie in Oberhof die Möglichkeit, diese noch zu erreichen. „Wir werden alles geben“, versprechen beide unisono. Danach geht es zur Deutschen Meisterschaft am 3. und 4. Januar auf ihrer Heimbahn. Hier wollen und müssen sie zuschlagen, wenn der Traum von der WM nicht nur ein Traum bleiben soll. Die Vorgaben sind klar: Erfüllung der Startnormen und möglichst Gewinn des DM-Titels in Winterberg: Dann könnten die beiden noch auf den Weltcup-Zug springen und bei der WM starten.

Misslingt dies, dann droht möglicherweise das Ende der Karriere.