Start ist „Riesen-Herausforderung“

Vor Ehrfurcht auf die Knie gehen werden die Erndtebrücker in ihrer ersten Regionalliga-Saison nicht.
Vor Ehrfurcht auf die Knie gehen werden die Erndtebrücker in ihrer ersten Regionalliga-Saison nicht.
Foto: Peter Kehrle

Erndtebrück..  Trotz der anstrengenden Tage der Vorbereitung, die schon hinter dem TuS Erndtebrück liegen, trabten die Beine der Kicker am Dienstagvormittag noch einmal etwas schneller als gewöhnlich. Der Blick auf den frisch erstellten Spielplan der Fußball-Reginalliga West - siehe Abdruck des kompletten Plans auf der nächsten Seite - vertrieb die Müdigkeit.

Daran lag es zwar nicht, dass der Kader des Aufsteigers am Nachmittag gleich noch einmal auf dem Trainingsplatz erschien (Trainer Florian Schnorrenberg/Bild oben links: „Nein, nein, das war schon so geplant...“), aber die Freude beim Anblick der namhaften Konkurrenz im direkten Zusammenhang mit dem eigenen Club setzte doch noch ein paar Körner zusätzlich frei.

Grenzlandstadion zum Auftakt

Und so war auch der Ausspruch von Kapitän Thomas Ziegler (Foto oben rechts) Beweis für die Erndtebrücker Vorfreude auf den Start am Samstag, 1. August, im Grenzlandstadion von Rheydt: „Dann spielt ja der Meister gegen den Meister...“, so Ziegler beim Blick auf das Auftakt-Gastspiel beim aktuellen Titelträger Borussia Mönchengladbach.

„Eine Riesen-Herausforderung gleich zu Beginn“, so der Trainer, der auch nicht böse ist, dass der Wunsch auf ein spielfreies Regionalliga-Start-Wochenende von Staffeleiter Reinhold Spohn (Herne) nicht erfüllt werden konnte.

Und auch die zwei Auswärtsspiele in Folge, die durch die pokalbedingte Verlegung des zweiten Erndtebrücker Auftritts, gegen die SG Wattenscheid 09, zustande kommt, stimmt die Wittgensteiner durchaus positiv.

„Es ist vielleicht gar nicht schlecht so“, meint Florian Schnorrenberg zum Duell beim Mitaufsteiger FC Wegberg-Beeck in der dritten Runde.

1. Heimspiel gegen Velbert

Zum ersten Heimspiel rückt dann mit der SSVg Velbert ebenfalls ein Neuling am Pulverwald an. Das „Sahnestück DFB-Pokal“ im Siegener Leimbachstadion mit dem Auftritt von Bundesliga-Aufsteiger SV Darmstadt 98 am Freitag, 7. August (19 Uhr), macht diese Verschiebungen möglich bzw. nötig. Das Nachholspiel gegen die Wattenscheider steigt dann am 16. September.

Apropos Leimbachstadion: In der gesamten Hinrunde wurde kein Heimspiel des TuS als „Sicherheitsspiel“ eingestuft. Erst die Rückrunden-Duelle mit RW Essen (20. Februar 2016) und Alemannia Aachen (Gründonnerstag, 24. März 2016) stehen in Siegen auf der Liste.

„Wenn ich mir die Stadien und die Gegner der Hinrunde betrachte - das ist schon Wahnsinn“, kann es Florian Schnorrenberg auch jetzt noch nicht so ganz begreifen, dass es in der ersten englischen Woche der Saison an die Essener Hafenstraße (Dienstag, 25. August, 19.30 Uhr) geht, an den Tivoli in Aachen am 26. September oder auch ins Stadion Niederrhein bei RW Oberhausen am 17.Oktober. „Das sind Stadien mit Bundesliga-Flair - und jetzt taucht auf einmal der TuS Erndtebrück da auf...“

Auch wenn es derzeit den einen oder anderen Verletzten und Grippekranken gibt (Philipp Böhmer/Bild oben Mitte, Neuzugang Sven Engelke, Luis Stephan und Jan-Patrick Kadiata), so ist doch allen Kickern in blau anzumerken, dass sie jetzt, da sie wissen, wo es wirklich überall hin geht, begreifen, dass Erndtebrück Regionalliga ist.