SpVg Erkenschwick läutet die „Erndtebrücker Festwochen“ ein

Erndtebrück..  „So nah an Ahlen dran waren wir zuletzt beim Saisonstart“, scherzt Florian Schnorrenberg. Nachdem Westfalia Rhynern das Nachholspiel gegen den Tabellenführer am Mittwoch mit 2:1 gewonnen hat, ist „Kompression“ in die Tabellenspitze gekommen. Hochspannung vor den entscheidenden Wochen, in denen der TuS Erndtebrück in Rhynern und Ahlen anzutreten hat.

Den Anfang aber macht an diesem Sonntag am Pulverwald das Duell mit der SpVg Erkenschwick. „Eine absolute Spitzenmannschaft“, weiß nicht nur TuS-Coach Schnorrenberg, dass die Mannen aus dem Vest seit Jahren zu den Teams gehören, die stets ein Bein in der höheren Klasse hatten, wegen der latenten finanziellen Probleme am Stimberg aber vorzeitig den Aufstiegsverzicht kommunizierten - auch in dieser Saison.

Das hindert die Spielvereinigung aber nicht daran, dennoch bis zum Ende alles in die Waagschale zu werfen, was sie hat. Und das ist verdammt nicht wenig.

Nennen wir nur einen Namen: Stefan Oerterer. Der Torjäger, der seit Jahren der Schrecken der Oberliga-Defensiven ist und schon mehr Tore für seinen Verein erzielt hat als je ein Stürmer der einst so ruhmreichen SpVg Erkenschwick. Mit 20 Treffern führt er gemeinsam mit dem Ahlener Damir Ivancicevic die Oberliga-Torschützenliste an.

Hinzu kommt eine Abwehr, die den Erndtebrückern auch im mit 0:1 verlorenen Hinspiel am Stimberg Probleme breitete. Vier Mal spielte die zuletzt „zu null“.

Ohne Lubasa und Kaminishi

„Wir haben aber auch unsere Qualitäten“, führt Florian Schnorrenberg die Pluspunkte seiner Mannschaft ins Feld. Immerhin haben die Erndtebrücker mit 58 Toren am meisten in der Liga erzielt und mit 18 die wenigsten kassiert. Wichtige Eckdaten, die für den TuS sprechen. „Das zeigt, dass uns auch schon mal was eingefallen ist“, sieht sich der Coach aus Brachbach mit seinem Team in einer guten Position.

Das Fehlen von Narciso Lubasa und Ryo Kaminishi, die sich in Neuenkirchen einen Faserriss im Oberschenkel bzw. einen Innenbandriss zugezogen haben, birgt indes die Problematik, gerade in der Schaltzentrale das richtige Personal zu finden.

„Am Freitag nach dem Abschlusstraining wissen wir mehr“, ist Florian Schnorrenberg überzeugt, eine Lösung zu finden.