Sportlich ist der EHC nicht mehr zu retten

Fellinghausen/Werdohl/Siegen..  Für die Handballer des Erndtebrücker HC wird der Klassenerhalt aus eigener Kraft immer schwieriger. Nach einer 20:30-Niederlage im Kellerduell beim TuS Fellinghausen II und einer folgenden 19:31-Niederlage bei der HSV Plettenberg/Werdohl III bleiben den EHC-Männern nur noch zwei Spiele, um mit dem dritten Saisonsieg an der HSV Plettenberg/Werdohl IV vorbei zu ziehen. Allerdings bleibt anhand der Mannschaftsmeldungen sowie der Relegationsergebnisse in höheren Klassen abzuwarten, ob es überhaupt einen sportlichen Absteiger gibt.

Männer-Kreisliga B

TuS Fellinghausen II - Erndtebrücker HC 30:20 (14:7). Mit einem Sieg wäre der EHC in der Tabelle an Fellinghausen II herangerückt. Stattdessen gab es am Donnerstag eine niederschmetternde Niederlage. Mit einem Kader von nur elf Spielern stand Erndtebrück defensiv zunächst gut, zeigte aber eklatante Schwächen in der Offensive. Einzig Christian Berretz hielt den EHC mit Würfen aus der zweiten Reihe im Spiel. Ab Mitte der ersten Halbzeit ging die Leistung in den Keller – und blieb auch dort. Schlechte Absprachen und große Lücken in der Abwehr machten es Fellinghausen leicht, vorne fehlte es an Ideen, Bewegung und Durchsetzungsvermögen. „Das war eine peinliche Leistung und eine teilweise beschämende Einstellung“, fand EHC-Trainer Peter von der Ahe deutliche Worte und fügte hinzu: „Noch schlimmer ist, dass es phasenweise den Eindruck machte, als wenn es niemanden auf dem Feld stören würde.“

EHC: Portig, Dreisbach (Tor), Berretz (6), Stefan Koppelmann (5), Jens Koppelmann (3), Henrich (2), Milto (2), Seiffert (1), Rauscher (1), Bonilla, Schlesiger, Henneke.

HSV Plettenberg/Werdohl III - Erndtebrücker HC 31:19 (21:8). Im Märkischen präsentierte sich der EHC am Samstag noch eine Stufe schlechter und lieferte eine desaströse erste Halbzeit ab. Mit 8:21 lagen die personell gebeutelten Wittgensteiner, die nur neun Spieler im Kader hatten und Torwart Andreas Dreisbach im Feld aufboten, zur Pause hinten. „Unsere Abwehr war unkoordiniert, lückenhaft und träge, der Angriff statisch, langsam und harmlos“, schüttelte von der Ahe mit dem Kopf. Er bescheinigte seiner Mannschaft aber zumindest für die zweite Halbzeit, „Moral gezeigt“ zu haben. Die verlor Erndtebrück „nur“ mit einem Tor Unterschied.

EHC: Portig (Tor), Berretz (11), Jens Koppelmann (5), Milto (2), Seiffert (1), Stefan Koppelmann, Rauscher, Bonilla, Dreisbach.

Frauen-Kreisliga

TSG Siegen - Erndtebrücker HC 21:22 (13:12). Dass die EHC-Frauen in der Sporthalle am Oberen Schloss überhaupt noch für Punkte in Frage kommen würden, darauf deutete speziell in der Anfangsviertelstunde der ersten Halbzeit gar nichts hin. So lange dauerte es nämlich, bis sich die Gäste beim Stand von 3:7 auf das temporeiche Spiel der Siegener eingestellt hatten und in die Begegnung fanden. Die Spielerinnen von Trainer Jürgen Bürger deckten in der Folge offensiver und verkürzten bis zur Pause auf 12:13.

Auch in der zweiten Hälfte verschliefen die EHC-Frauen den Start, berappelten sich aber schnell. Beim 16:16 war der Ausgleich erreicht, bis zum 21:21 wechselte die Führung ständig. In der Schlussminute krönte Torfrau Anne Benfer ihre starke Leistung, indem sie einen freien Wurf parierte – im Gegenzug markierte Andrea Homrighausen fünf Sekunden vor Schluss den Siegtreffer.

EHC: Benfer, Duchardt (Tor); Scholz (7/2), Salow (5), Dickel (5/4), Becker (2), Homrighausen (1), Saßmannshausen (1), Strahmann (1), Haas, Melina Lange (n. e.) und Henriette Oesterwind (n. e.).