Sportfreunde Siegen und die „großen Sprünge“

Siegen..  Zum vorletzten Akt der Regionalliga-Saison hebt sich am Sonntag (14 Uhr) der Vorhang für die Sportfreunde Siegen. Im Jahnstadion von Wiedenbrück steigt zudem das letzte Auswärtsspiel. Für wie viele Jahre?, könnte die Frage lauten. Zur Antwort erhielte man das selbe Schulterzucken von Trainer Michael Boris, wie auf die Frage nach dem Stand der Kaderplanung für die kommende Saison in der Oberliga.

„Alles ist vom Etat abhängig“, so Boris, der zumindest schon mal andeutete, wie schwierig das Basteln an einer neuen Mannschaft fallen wird: „Ein Ricardo Retterath ist nicht bezahlbar“, rutschte gestern bei der kurzen Bestandsaufnahme vor dem Auftritt in Ostwestfalen heraus. Der frühere Bergisch Gladbacher fällt bis über das Saisonende hinaus aus - er zog sich einen Mittelfußbruch zu.

Schon bezeichnend, wenn ein zwar zum Stamm, aber nicht unbedingt zu den Dauerbrennern gehörender Kicker unter die Kategorie „unbezahlbar“ fällt.

Apropos Ausfälle: Markus Hayer, Konstantin Möllering, Yannick Geisler, Sven König, Evangelos Papaefthimiou und Mathias Hartwig gehören auch zu denen, die in Wiedenbrück nicht mit auflaufen.

Erste Auflösungs-Erscheinungen? „Nein, nein, alle verletzt“, so Boris.

Übrigens: Die Sportfreunde erfreuen sich seit neuestem der Dienste eines alten Weggefährten von Michael Boris: Ingo Haselbach, einst Manager bei Germania Windeck, später dann Teammanager bei Viktoria Köln und derzeit Organisations-Chef von „Olpe olé“, ist als sportlicher Leiter bei den Siegenern im Gespräch. Wie es hieß, sei er schon unterwegs, um nach geeigneten Kickern Ausschau zu halten.

Mit leerem Geldbeutel wird auch er keine großen Sprünge machen können.