So kann es was werden mit dem Klassenerhalt

Wingeshausen..  Der Blick auf das Smartphone ließ die Mienen der Spieler von Fußball-Bezirksligist TSV Aue-Wingeshausen kurzzeitig finster werden. Weil der TuS Warstein und der SV Schmallenberg/Fredeburg überraschend gepunktet hatten, reichte der 3:2 (2:0)-Sieg über den TuS Plettenberg nicht, um die Abstiegsplätze zu verlassen. An der guten Grundstimmung rüttelten die Ergebnisse auf den Plätzen im Sauerland allerdings nicht.

„So kann es was werden mit dem Klassenerhalt“, freute sich Trainer Marco Schneider nach dem ersten Sieg im neuen Jahr, mit dem Aue-Wingeshausen bis auf einen Zähler an die Nichtabstiegsplätze heranrückte.

Dass die Uhr am Ende das wichtigste Utensil des Trainers war, weil die Gastgeber in der Schlussphase gehörig ins Schwimmen gerieten – geschenkt. „Ein Unentschieden wäre für Plettenberg am Ende verdient gewesen. Aber weil wir in der ersten Halbzeit eine gute Leistung gebracht und über 90 Minuten kämpferisch stark waren, ist unser Sieg auch nicht unverdient“, analysierte Schneider. Er hatte mit Julian Boshof und Rene Stremmel zwei angeschlagene Spieler aufs Feld schickte – doch das zahlte sich aus. Der als einziger „Sechser“ im 4-1-4-1-System aufgebotene Boshof und Stremmel trugen maßgeblich zu mehr Ballsicherheit bei. Schneider hatte vor der Partie weniger Fehler im Spielaufbau gefordert.

Vor 127 Zuschauern in der Wester verzeichneten die Gäste zwar die erste Torchance, doch eine zweite bekamen sie in der ersten Hälfte nicht. „Wir sind mit unserem Passspiel nicht durchgekommen“, zollte Gästetrainer Kosta Michailidis der TSV-Defensive ein Lob für Kompaktheit und Laufstärke.

Als wichtig für den TSV erwies sich einmal mehr die Qualität von Jens Sonneborn bei Standardsituationen. Einen tückischen Freistoß, der flach an vielen Füßen vorbeiflog, berührte Don von der Ahe noch soeben mit der Fußspitze – 1:0 nach 22 Minuten. „Klauen wollte ich das Tor dem Jens eigentlich nicht“, betonte von der Ahe, der TuS-Keeper Dennis Bonevski jedoch entscheidend irritiert haben dürfte. Als der wieder genesene Marcel Euteneuer fünf Minuten später mit einem Gewaltschuss das 2:0 erzielte, war Plettenberg kurzzeitig angeschlagen. Doch die Chancen, die Unordnung zum 3:0 zu nutzen, ließ Aue-Wingeshausen liegen.

Nach der Pause erhöhte Plettenberg den Druck, während Aue-Wingeshausen die Bälle immer schneller verlor. Das Anschlusstor der Gäste durch Dennis Bonevski (55.) fiel folgerichtig. Als Don von der Ahe in der 62. Minute nach einem abgewehrten Freistoß wieder auf 3:1 erhöhte, gewann Aue-Wingeshausen die Spielkontrolle kurzzeitig zurück. Doch spätestens ab der Auswechslung des rotgefährdeten Boshof gerieten die Gastgeber gehörig ins Schwimmen. Vor allem über die rechte Abwehrseite brannte es immer wieder lichterloh. Aus einer Vielzahl von Chancen machte Plettenberg aber nicht mehr als das 2:3 durch Thomas Sachsenröder (88.).

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