SKV-Riege nach 21 Jahren wieder ganz vorne

Krombach..  Das Wort Premiere hat für die Turner der Siegerländer Kunstturn-Vereinigung (SKV) offenbar einen hohen Stellenwert, birgt es doch besondere Würdigungen in sich. War es erstmals 1993, als die damalige SKV-Riege bei ihrer ersten Nominierung „Mannschaft des Jahres“ unserer Sportwahl wurde. Jetzt - 21 Jahre später - ging dieser begehrte und heiß umkämpfte Titel in der Region wieder an die Jungs aus dem Landesleistungszentrum in Dreis-Tiefenbach, die 2014 ihre Premiere im „Haifischbecken“ der 1. Bundesliga, der DTL, erlebten. Während dieser zwei Jahrzehnte waren sie mehrmals dicht dran, den Titel aus 2003, der heute noch im Clubraum in Dreis-Tiefenbach die Wand mit Urkunde und Zeitungsberichten ziert, zu erreichen.

Welle der Sympathie ausgelöst

Aber erst jetzt klappte es wieder - und das in einem Sportjahr, in dem sie sich den weltbesten Turnern in der Elite-Liga stellen mussten. Eher unfreiwillig, da sie zunächst den Aufstiegskampf der beiden Meister der zweiten Liga ganz knapp verloren hatten. Doch durch den Rückzug des Aufsteigers aus München durften die Siegerländer ran. Dieses Abenteuer wagten sie mit ihrer nicht nur jungen, sondern auch aus Amateuren bestehenden Riege. Und auch wenn sie wieder absteigen mussten, war die Sympathiewelle im Siegerland hoch, waren die Heimkämpfe stets ausverkauft.

Dies war für die jungen Siegerländer Turner, wie sie selbst sagen, ein Riesenerlebnis, das zugleich Hunger auf mehr macht, nämlich 2015 wieder aufzusteigen, aber das auf sportlichem Wege und nicht erst nach dem Rückzug einer Turnriege wie 2014 der FC Bayern München.

Die Titelvergabe war gerade 2014 von zwei heißen Konkurrenten geprägt. Dem Triathlon-Bundesliga-Meister der Herren des Ejot-Teams des TV Buschhütten und, um in der Sportstadt Kreuztal zu bleiben, von der MJU20-Staffel der LG Kindelsberg Kreuztal - eine Qual der Wahl bei der Abgabe der Stimmen auf dem Stimmzettel, ausgeschnitten aus der „guten, alten Zeitung“ oder über das Online-Voting.

Die Buschhüttener Dreikämpfer warteten nicht nur mit einer weiteren Titelverteidigung auf, sondern schafften gar eine „Quadruple“ - die Titel aus der jeweils 1. und 2. Bundesliga der Männer und Frauen.

Und da war dann noch die Sprintstaffel der LGK über 4x100 m hoch im Kurs. Zum dritten Male in Folge wurde sie Deutscher Meister - ein Quartett, das bereits seit 2008, seit der B-Schüler-Zeit, nicht nur zusammen startet, sondern die Bestzeiten in Deutschland gelaufen hat. Rang drei bei der Sportlerwahl war die Belohnung für den erneuten Sieg, diesmal in der Lohrheide in Wattenscheid, zugleich der Abschluss einer erfolgreichen Zeit, da sie 2015 nicht mehr in der ursprünglichen Besetzung starten wird.

Viele starke Teams aus Kreuztal

Auch der vierte und sechste Platz blieben mit dem TuS Ferndorf und den Ejot-Frauen in der Stadt unter dem Kindelsberg. Die Ferndorfer Handballer, 2012 die „Mannschaft des Jahres“ vor den Triathleten, überzeugten und überzeugen auch weiterhin mit ihren sportlichen Leistungen in der 3. Liga West. Ihre Premiere in der traditionsreichen Sportlerwahl war bereits 1988, damals mit Platz vier.

Die Triathletinnen hielten bei den Liga-Wettkämpfen in Buschhütten, im Kraichgau, in Düsseldorf und beim Finale in Hannover, wo es zugleich um die Deutschen Meistertitel in der Einzelwertung ging, ihre Konkurrenten auf Distanz.

Neben den Turnern der SKV zwängten sich auch die Deuzer Läuferinnen zwischen die Dominanz der Kreuztaler Teams. Schon 2013 hatten die Deuzer mit ihrem Frauen-Team über 10 km Straßenlauf ein heißes Eisen im Feuer. 2014 waren sie es, die sich mit einem starken Trio der nächst längeren Distanz, nämlich dem Halbmarathon (21,1, km), bei den Deutschen Meisterschaften in Freiburg stellten.

Aber damit nicht genug. Mit den Bundesliga-Faustballern aus Kredenbach/Dahlbruch, den Weidenauer Ringtennis-Spielern, die gar bei der WM in Südafrika erfolgreich waren und den ESV-Zweitliga-Kegeln wurde das Bild abgerundet.